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„Hyperscreen“ im EQS Elektroflaggschiff von Mercedes protzt mit Riesenbildschirm

Die Stromlimousine EQS kommt Mitte 2021 mit einem 141 Zentimeter breiten Display. Daimler verspricht einen „Wow“-Effekt samt Künstlicher Intelligenz.
07.01.2021 - 14:22 Uhr 4 Kommentare
Dieses Jahr sollen gleich vier reine Elektroautos unter der Marke EQ auf den Markt kommen. Darunter ist auch die Edellimousine EQS. Quelle: AP
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Dieses Jahr sollen gleich vier reine Elektroautos unter der Marke EQ auf den Markt kommen. Darunter ist auch die Edellimousine EQS.

(Foto: AP)

München Drei Buchstaben sollen Tesla das Fürchten lehren: EQS. Hinter dem Kürzel verbirgt sich das erste vollelektrische Modell des Stuttgarter Autobauers Daimler, das auf einer Plattform für Stromer gebaut wird. Der EQS ist die größte Zukunftshoffnung des Mercedes-Herstellers und soll mit einer elektrischen Reichweite von mehr als 700 Kilometern, teilautonomen Fahrfunktionen und einem einzigartigen Bedienkonzept selbst den kalifornischen Konkurrenten Tesla in den Schatten stellen.

Mitte des Jahres wird der elektrische Zwilling der S-Klasse auf den Markt kommen und soll dann in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzen. So erhält das Elektroflaggschiff der Marke mit dem Stern beispielsweise einen sogenannten „Hyperscreen“, wie Daimler am Donnerstag bekanntgab.

Die opulente Bildschirmeinheit besteht aus drei Displays, die von einem geschwungenen Gorillaglas geschützt werden. Zusammengenommen entsteht dadurch ein Riesenbildschirm mit einer Breite von 1,41 Metern, der sich von der linken bis zur rechten A-Säule zieht.

Mercedes verspricht aber nicht nur wegen der schieren Größe des Hyperscreens einen „Wow“-Effekt. Das Bildschirmband sei schließlich der Kern des Multimediasystems MBUX und somit „zugleich Gehirn und Nervensystem des Autos“, erklärte Sajjad Khan, Chief Technology Officer (CTO) von Daimler. „Der MBUX Hyperscreen lernt den Kunden immer besser kennen und liefert ein maßgeschneidertes, personalisiertes Infotainment- und Bedienangebot, bevor der Passagier irgendwohin klicken oder scrollen muss.“

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    Konkret sollen dem Fahrer über 20 Funktionen auf Basis von Künstlicher Intelligenz proaktiv vorgeschlagen werden. Ein Beispiel: Schaltet der Benutzer regelmäßig zur Sitzheizung auch die Heizung vom Lenkrad ein, wird ihm das irgendwann automatisch vorgeschlagen, sobald er die Sitzheizung betätigt.

    Oder: Nutzt der Fahrer immer wieder die „Vehicle-Lift-up“-Funktion im EQS, um das Fahrwerk bei steilen Garageneinfahrten oder Schwellen zur Verkehrsberuhigung anzuheben, merkt sich das System die GPS-Positionen. Nähert sich die Stromlimousine erneut einer bekannten Bodenschwelle, wird der Lenker proaktiv gefragt, ob das Fahrwerk wieder angehoben werden soll.

    Ein eigenes Display für den Beifahrer

    Derlei Funktionen sollen EQS-Kunden ein „Maximum an Komfort, Personalisierung und Annehmlichkeiten“ bieten, sagt Mercedes-Vorstand Khan. Der Digitalguru des Autobauers verspricht seinen Kunden vor allem eine Zeitersparnis. Es sei ihm nicht direkt darum gegangen, den wohl größten Bildschirm aller Zeiten in einem Pkw zu konstruieren, betont Khan.

    Der neue Hyperscreen soll mit MBUX auch intelligent reagieren können. Quelle: Daimler
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    Der neue Hyperscreen soll mit MBUX auch intelligent reagieren können.

    (Foto: Daimler)
    Der Riesenbildschirm erstreckt sich über 1,41 Meter im Innenraum. Quelle: Daimler
    Hyperscreen

    Der Riesenbildschirm erstreckt sich über 1,41 Meter im Innenraum.

    (Foto: Daimler)

    Gleichwohl liegt der Vorteil des Megabildschirms auf der Hand: Alle wichtigen Funktionen wie die Straßenkarte zur Navigation werden durchgehend angezeigt, die Ansteuerung über mehrere Menüebenen wie bei herkömmlichen Infotainmentsystemen fällt weg. Zudem erhält auch der Beifahrer einen eigenen Displaybereich, der Reisen unterhaltsamer machen soll. Wenngleich Daimler betont, dass Entertainmentfunktionen während der Fahrt nur im Rahmen der länderspezifischen Vorschriften verfügbar sind.

    So oder so dürfte sich Daimler den Hyperscreen teuer bezahlen lassen. Details dazu nennen die Schwaben zwar keine. Klar ist aber, dass Mercedes den EQS in zwei Ausführungen anbieten wird – einmal mit Hyperscreen und einmal mit einem zentralen, kleineren Bildschirm in der Mittelkonsole, so wie er auch in der aktuellen S-Klasse erhältlich ist. In der ersten Ausführung dürfte der EQS weit über 100.000 Euro kosten. Offiziell hält sich Daimler beim Gesamtpreis für sein Elektroflaggschiff und etwaige Sonderausstattungen allerdings noch bedeckt.

    Mehr: VW-Chef Diess: Wettbewerbsnachteile gegenüber neuen Rivalen

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    4 Kommentare zu "„Hyperscreen“ im EQS : Elektroflaggschiff von Mercedes protzt mit Riesenbildschirm"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Andre Peter
      ich stimme Ihnen voll und ganz zu.
      Mercedes geht im Grunde den gleichen Weg wie Tesla. Man beginnt oben und reicht dann, wenn sich die Technologie bezahlt gemacht hat, diese langsam runter. Es ist insofern nicht verwunderlich, dass Daimler den Preis noch nicht nennt. Das wird dann was für Liebhaber. Und der Preis ist mehr oder weniger das Wichtigste (wie beim Wein, man kann ganz tollen Wein trinken, es kommt aber immer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis an).
      Das Problem ist allerdings, dass insoweit Tesla 7 Jahre voraus ist. Sicherlich hat Daimler heute mehr Ressourcen als Tesla vor 7 Jahren, sodass die Aufholjagd etwas schneller geht. Aber auch Tesla bewegt sich. Letztes Jahr 500.000 dieses Jahr 1 Million und nächstes Jahr wird Austin/TX ans Netz gehen, die größer ist als vor Freamont, Berlin und Shanghai zusammen. Hinzu kommt das Tesla sich nach Lust und Laune mal 5.000.000.000 oder 10.000.000.000 am Kapitalmarkt kostenlos besorgen kann. Wenn Daimler Aktien für 1 Milliarde ausgibt bricht der Kurs schon zusammen. Es bleibt ihm nichts anderes übrig als zu den 169 Milliarden Schulden noch weitere an zu häufen.
      Es bleibt spannend. Ich sehe aber für BMW und Daimler schwarz.

    • @Herr gerhard feddeler
      Sie sind also mit der Umweltverträglichkeit zufrieden. Dann gehören sie offenbar zu den wenigen die ein Einblick in die Abschaltvorrichtungen haben. Daimler veröffentlicht diese nicht. Aus gewissen Rückschlüssen weiß man, das unter 10° Außentemperatur keinerlei NOx Filterung funktioniert, also ungefiltert 100 % in die Luft geblasen wird. Wenn der Motor noch kalt ist also mindestens die 1. 3-4 km auch bei höheren Temperaturen nicht. Wenn man über 130 fährt ebenfalls nicht. Und auch bei Beschleunigung wird abgeschaltet. Man muss schon einen sehr speziellen Fahrzyklus haben dass man überhaupt den Bereich der Schadstoffminimierung kommt.
      Sind Sie ein Tesla Modell S gefahren? Ich kenne niemand, der nicht nachdem er ein paar Stunden mit dem Fahrzeug gefahren ist nicht völlig begeistert ist. Und von den Gesamtkosten werden sie ein Mercedes E Klasse, von S Klasse ganz zu schweigen, nicht zu dem Preis fahren können. Natürlich kann man an Mercedes festhalten. (Als ich neulich den exakt gleichen Mercedes G, den ich vor 15 Jahren gefahren bin gesehen habe, kamen mir auch sentimentale Erinnerungen) aber man solle nicht behaupten etwas ist besser, wenn man die andere Seite nicht gesehen hat. Man kann da nur sagen ich mach es so lieber.

    • Das ist Daimler auf dem richtigen Weg. Die ganze EQ-Palette macht einen guten Eindruck und ist auch schön stylisch!

    • EQS hin oder her,ich fahre zur zeit einen S 350 Diesel mod.2019 und bin mit verbrauch,komfort und umweltverträglichkeit mehr als zufrieden. Die beste S Klasse in meiner 40 jähringen DB Ehrfahrung.

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