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IAA 2011 VW-Gala mit kleinen Misstönen

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So robust wie nie
Vorstandschef Chef Martin Winterkorn im Up, dem neuen Kleinstwagen aus dem Hause Volkswagen. Quelle: dpa

Vorstandschef Chef Martin Winterkorn im Up, dem neuen Kleinstwagen aus dem Hause Volkswagen.

(Foto: dpa)

Zu kaufen gibt es hingegen die Neuauflage des Porsche 911. Auf der Bühne zu sehen sind erst die sechs Vorgängerversionen des Sportwagens und dann zum Abschluss der Schau der aktuelle Flitzer. Er ist wichtig fürs Image der Marke, die inzwischen weit mehr Gelände- als reinrassige Sportwagen verkauft.

„Volkswagen ist so robust wie nie“, sagt Konzernchef Martin Winterkorn. Doch auf einige Belastungsproben würde er sicherlich gerne verzichten. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Zusammengehen von VW und Porsche sich verzögert. Da hilft es auch nicht, dass die beiden Betriebsratschefs, Uwe Hück von Porsche, der sich einst mit Händen und Füßen gegen den Einstieg der Wolfsburger wehrte, und Bernd Osterloh von VW, einträchtig nebeneinander stehen. Osterloh will sich die Stimmung an seinem 55. Geburtstag nicht verderben lassen. „Das ist aus meiner Sicht völlig problemlos.“

Der neue Porsche 911 Quelle: Pressefoto

Der neue Porsche 911

(Foto: Pressefoto)

Ganz entspannt sehe er auch die Partnerschaft mit Suzuki, die von den Japanern am Morgen aufgekündigt worden war. Volkswagen hatte die Japaner am Wochenende des Vertragsbruchs bezichtigt, der seit Monaten schwelende Konflikt eskalierte. VW-Patriarch und -Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sowie Entwicklungschef Hackenberg sind auf das Thema weniger gut zu sprechen und wollen sich nicht dazu äußern. Statt wie in der Vergangenheit Interesse an anderen Marken zu bekunden, sagt Piëch: „Wir sind groß genug.“ Ihm wäre in Sachen Suzuki wohl etwas weniger Vielfalt und Vielstimmigkeit lieber, denn die Misstöne häufen sich.

Blick auf ein Modell des VW-Messestandes auf der IAA Quelle: Pressefoto

Blick auf ein Modell des VW-Messestandes auf der IAA

(Foto: Pressefoto)

Für Osterloh hingegen ist klar: „Das ist nicht zu Ende. Wann wir Anteile kaufen und verkaufen, entscheiden wir immer noch selbst.“ Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch gibt offen zu, was schon länger kein Geheimnis mehr ist: „Das läuft nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Er wünscht sich vernünftige Gespräche mit dem Partner und signalisiert Bereitschaft dazu. Pötsch betont: „Wir werden uns präzise an den Vertrag halten.“

Auch Volkswagen-Chef Martin Winterkorn verdeutlicht: „Wir sind einer der Hauptaktionäre. Wir haben eine langen Atem.“ Für die gegenwärtigen Probleme mit Porsche und Suzuki gelte: „Wir suchen andere Möglichkeiten. Es gibt viele Wege nach oben.“

Dabei demonstriert der Up, dass Volkswagen auch ohne den auf Kleinwagen spezialisierten Partner Suzuki auskommen könnte. Der Up beweist für Winterkorn: „Wir können auch klein“, wie er jüngst gesagt hatte. Und der Wagen ist ganz ohne Suzuki entstanden.

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