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Illegale Waffenlieferungen Sig Sauer soll Behörden getäuscht haben

Schwere Vorwürfe gegen Kleinwaffenhersteller Sig Sauer. Medienberichten zufolge soll das deutsche Unternehmen illegal Pistolen über die USA nach Kolumbien geliefert haben. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.
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Eine Pistole von Sig Sauer: Über die Vereinigten Staaten ins Bürgerkriegsland Kolumbien? Quelle: Reuters

Eine Pistole von Sig Sauer: Über die Vereinigten Staaten ins Bürgerkriegsland Kolumbien?

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Sig Sauer, einer der bekanntesten deutschen Waffenhersteller, hat offenbar deutsche Behörden getäuscht, um illegal Pistolen nach Kolumbien zu exportieren. Das berichtet der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. Demnach belegen interne Dokumente und Aussagen von Insidern, dass Sig Sauer Vorschriften umgangen hat und die Führungsetage darüber Bescheid wusste.

Der Bericht bezieht sich auf interne Firmenunterlagen, wonach der Waffenhersteller aus Schleswig-Holstein Pistolen zunächst an eine amerikanische Schwesterfirma geliefert habe, mit der Kennzeichnung, sie seien für den zivilen Markt der USA. Anschließend sollen sie nach Kolumbien weitergeleitet worden sein.

Da auf den Exportdokumenten als Zielort USA angegeben war, so folgert der Rechercheverbund, habe Sig Sauer falsche Angaben gegenüber den Behörden gemacht – die Exportgenehmigung wäre in diese Fall unwirksam und die Lieferung illegal. Die Firma wies die Vorwürfe gegenüber den Medien zurück; man sehe kein Fehlverhalten.

  • nm
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