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In Deutschland sollen Stellen abgebaut werden Imperial Tobacco trotzt der Tabaksteuer

Trotz höherer Tabaksteuer in Deutschland hat der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco sein Ergebnis um 20 Prozent verbessert. Kräftige Zugewinne im heimischen Tabakmarkt verhalfen dem Konzern zu dem massiven Ergebnissprung.

HB LONDON. In Deutschland führte die erste der drei geplanten Tabaksteuer-Erhöhungen allerdings allein im März auf das Jahr hochgerechnet zu einem zehnprozentigen Absatzrückgang, wie das Unternehmen, das 2002 den Reemtsma-Konzern übernommen hat, am Mittwoch mitteilte. Auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres bis Ende September sei am deutschen Markt mit einer sinkenden Nachfrage zu rechnen. Zur weiteren Kosteneinsparung sollen nach Firmenangaben in Deutschland überwiegend im Vertrieb und Marketing rund 85 Stellen gestrichen werden. Die Aktien des Herstellers von West- und Davidoff- Zigaretten reagierten in einem schwächeren Londoner Marktumfeld mit Kursgewinnen auf die überraschend starken Zahlen.

In den sechs Monaten bis Ende März erzielte Imperial Tobacco einen Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Sonderposten von 454 Millionen Pfund (rund 682 Millionen Euro) und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Diese hatten 426 bis 440 Millionen Pfund erwartet. „Diese Zahlen zeigen, dass es in der Tabakbranche nur ein wirklich beeindruckendes Unternehmen gibt und das heißt Imperial“, sagte Anthony Geard, Analyst bei Investec. Er kündigte an, seine Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr um mindestens 2 Prozent nach oben zu schrauben.

Auf einen allgemeinen Nachfragerückgang in einigen Ländern wie etwa Deutschland hat Imperial mit Werksschließungen, Stellenstreichungen und Preiserhöhungen reagiert. Seit der Reemtsma-Übernahme 2002 reduzierte der Konzern nach Angaben eines Sprechers die Zahl der Arbeitsplätze weltweit um etwa 2 000 auf mittlerweile 16 000. In Deutschland waren zuletzt rund 2 200 Menschen beschäftigt.

Das Unternehmen expandierte zudem in Wachstumsmärkte wie China und der Türkei. Firmenchef Gareth Davis kündigte an, weiter in allen Teilen der Welt außer Nord- und Südamerika nach geeigneten Zukäufen Ausschau zu halten. Zugleich seien aber auch am heimischen Markt anhaltend kräftige Zuwachsraten zu erwarten. „In der zweiten Jahreshälfte dürfte das Geschäft in Großbritannien weiter stark bleiben“, sagte Davis.

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