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Individuelle Zusatzverträge kündigen Opel-Angestellte sollen kürzer arbeiten

Die Opel-Werke haben nicht genug zu tun für ihre Mitarbeiter. Nicht nur die Arbeiter, auch die Angestellten sollen nun verkürzt arbeiten. Das hat einen Konflikt zwischen Vorstand und Betriebsrat ausgelöst.

HB RÜSSELSHEIM. Rund 2700 Angestellte im Stammwerk Rüsselsheim sollen ebenso wie die Beschäftigten in der Produktion fünf Stunden weniger pro Woche arbeiten - allerdings ohne teilweisen Lohnausgleich.

Der Vorstand will deshalb einem Teil der Angestellten zum 31. Mai 2004 die individuellen Zusatzverträge kündigen, die eine Ausweitung der tariflichen Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden regelten. Die Absenkung auf 35 Stunden würde zu einem Einkommensverlust um rund 13 Prozent führen.

Der Betriebsrat hat in einem Flugblatt den Vorstand aufgefordert, die Kündigungen nicht auszusprechen. Diese einseitige Maßnahme sei mit den Arbeitnehmervertretern nicht beraten worden. Auch wird dem Management eine „Spaltung der Belegschaft“ vorgeworfen, zumal nur 2 700 der insgesamt 13 000 Angestellten in Rüsselsheim betroffen sind.

Anfang November hatten sich Betriebsrat und Vorstand einvernehmlich auf eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden für rund 5 500 Beschäftigte in der Produktion geeinigt. Mit diesem auf ein Jahr befristeten Arbeitszeitmodell reagiert Opel auf die schleppende Pkw-Nachfrage und sichert somit 1 200 Arbeitsplätze.

Das Unternehmen zahlt allerdings einen Lohnausgleich von 2,6 Stunden, so dass der Einkommensverlust dieser Gruppe auf durchschnittlich 85 Euro netto im Monat begrenzt bleibt.

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