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Industriekonzern Bosch setzt verstärkt auf Externe in der Führungsspitze

Ex-Daimler Manager Harald Kröger steigt in den Kreis der Bosch-Topmanager auf. Das Gremium der Konzernführung holt sich zudem junge Digitalkompetenz hinzu.
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Das Bosch-Logo vor der Bosch-Konzernzentrale auf der Schillerhöhe. Quelle: dpa
Bosch

Das Bosch-Logo vor der Bosch-Konzernzentrale auf der Schillerhöhe.

(Foto: dpa)

StuttgartHarald Kröger, 51, Ex-Top-Entwickler von Daimler für Elektromobilität, legt bei Bosch einen steilen Aufstieg hin. Zweieinhalb Jahre nach seinem Wechsel rückt er in die Konzerngeschäftsführung auf und beerbt Dirk Hoheisel, der Ende Juni mit 60 Jahren und nach 30 Jahren im Konzern in den Ruhestand geht.

Der Elektronikspezialist übernimmt von seinem Vorgänger die Systemintegration des Unternehmensbereichs Mobility Solutions sowie die Geschäftsbereiche Fahrerassistenzsysteme, Car Multimedia, Lenkgeschäft und den Produktbereich Zweiräder und Motorsport.

Damit rückt Kröger in den Kreis von Bosch-Topmanagern auf, die vom Alter her in einigen Jahren Bosch-Chef Volkmar Denner,62, beerben könnten. Kröger hat an der Leibniz-Universität Hannover und an der US-amerikanischen Stanford University Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften studiert. Gerade für Stanford hat Denner ein ausgesprochenes Faible.

Auffällig auch, dass Bosch viel stärker als früher auf Manager von außerhalb des Konzerns setzt. Mit Rolf Narjok, 58, und Christian Fischer,51, sind bereits vor wenigen Monaten zwei Manager nach relativ kurzer Zeit bei Bosch in das oberste operative Konzerngremium aufgestiegen. Früher war dies in erster Linie langjährigen Eigengewächsen vorbehalten.

Im Aufsichtsrat und in der Robert Bosch Industrietreuhand KG (RIBK) hält der 69-jährige Franz Fehrenbach weiterhin die Zügel fest in der Hand. Allerdings ergeben sich altersbedingte Änderungen im Aufsichtsrat und in der RIBK, dem wichtigsten Gremium des Konzerns, das 93 Prozent der Stimmrechte hält. Urs B. Rinderknecht und Lars G. Josefsson scheiden aus der RBIK sowie dem Aufsichtsrat aus. Außerdem verlässt BASF-Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht, die RBIK. Hambrecht,72 , gehört dem Gremium seit 2006 als Kommanditist an.

„Jürgen Hambrecht ist der Prototyp des öffentlichen Unternehmers, der immer aktiv wird und sich in politische Debatten einschaltet, wenn er die Zukunft des Standorts Deutschland gefährdet sieht“, sagte Franz Fehrenbach geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG und Bosch-Aufsichtsratschef über das Ausscheiden seines engen Vertrauten.

Das Gremium wird jetzt deutlich verjüngt und bekommt zusätzliche Digitalisierungskompetenz. Neues Mitglied der RBIK wird Elgar Fleisch. Der 51-jährige ist Professor für Informations- und Technologiemanagement an der ETH Zürich und an der Universität St. Gallen. Seit 2016 gehört er dem Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH an.

Ebenfalls in die RBIK tritt Dr. Eberhard Veit ein. Der 56-jährige Ingenieur ist unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Carl Zeiss AG sowie der TÜV Süd AG. Er ist zudem Senats- und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Bis Anfang 2016 war er Vorsitzender des Vorstandes der Festo AG.

Der dritte Neuzugang in der RBIK ist Peter Spuhler. Der 60-Jährige wird zudem in den Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH berufen. Spuhler ist Mehrheitsaktionär und Präsident des Verwaltungsrats der schweizerischen Stadler Rail AG. Er hält darüber hinaus weitere Verwaltungsratsmandate, bei Rieter Holding AG und Autoneum Holding AG in Winterthur, Allreal Holding AG in Zug oder bei Evonik Industries AG in Essen.

Neu im Aufsichtsrat ist außerdem Martina Koederitz. Die 55-jährige Betriebswirtin ist Global Industry Managing Director, Automotive, Aerospace & Defense und Industrial Products bei IBM. Zudem gehört sie dem Präsidium des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) an, dem Aufsichtsrat der Innogy SE, dem Präsidium des Internationalen Wirtschaftssenats und dem Hochschulrat Reutlingen an.

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