Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Industriekonzern Im Siemens-Aufsichtsrat gibt es Zweifel an einer Vertragsverlängerung für Joe Kaeser

Bei Siemens werden in den kommenden Wochen wichtige personelle Weichen gestellt – auch in der Frage, ob der Chef einen weiteren Vertrag bekommen soll.
Kommentieren
Im Siemens-Aufsichtsrat raten manche von einer Vertragsverlängerung ab. Quelle: Reuters
Joe Kaeser

Im Siemens-Aufsichtsrat raten manche von einer Vertragsverlängerung ab.

(Foto: Reuters)

Berlin, München Nach der Reise mit der Bundeskanzlerin nach China hatte Joe Kaeser Gesprächsbedarf. In Berlin verwahrte sich der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses vor Journalisten dagegen, als unkritischer China-Freund abgestempelt zu werden.

Zudem warnte der Siemens-Chef vor einer „Teilung der Weltwirtschaft“. Er fürchtet, dass der Handelskonflikt zu einem „Decoupling“ führen könnte, also zu einer Spaltung der Weltwirtschaft in eine amerikanische und eine chinesische Einflusssphäre.

Zu den großen politischen und wirtschaftlichen Themen äußert sich Kaeser oft. Doch auch im eigenen Konzern gibt es Gesprächsstoff: Kommende Woche könnte auf einer Aufsichtsratssitzung der Chef des neuen „Powerhouses“ bestimmt werden. Die Energiesparte, die für 40 Prozent der Siemens-Umsätze steht, soll vollständig abgespalten werden.

Als Favorit gilt Vorstand Michael Sen, doch sind laut Branchenkreisen auch weitere Kandidaten im Gespräch. Zudem muss eine Nachfolge für die scheidende Personalchefin Janina Kugel gefunden werden.

Über allem steht die Frage, wie lange Kaeser selbst noch weitermacht. Der Vertrag des 62-jährigen läuft bis Anfang 2021. Man könne ihm eigentlich nicht raten, noch einmal um zwei Jahre zu verlängern, meint ein gut vernetzter Personalberater. „Ich kenne keinen Fall, in dem das besonders gut gelaufen ist.“

Auch im Aufsichtsrat gibt es einzelne Stimmen, die überzeugt sind, dass die Zeit für den Wechsel an der Spitze langsam gekommen ist. Der Umbau finde mit dem Börsengang der Energiesparte ein vorläufiges Ende. Die nächsten Schritte solle dann der nächste Siemens-Chef planen.

Andere Aufsichtsräte würden eine Verlängerung begrüßen. Kaeser selbst hat sich zu seinen Plänen noch nicht geäußert.

Gut möglich, dass sein Vertrag am Ende ohne nochmalige Verlängerung ausläuft. Als Favorit für die Nachfolge gilt Technikvorstand Roland Busch, auch Sen werden Chancen eingeräumt.

Laut maßgeblichen Industriekreisen werden die Weichen in Sachen Vorstandsvorsitz aber noch nicht jetzt gestellt. Erst solle das neue Powerhouse auf den Weg gebracht werden.

Mehr: Joe Kaeser schickt einen Notruf an die Politik: Die Wirtschaft drohe in zwei Welten zu zerfallen. Den Handelsstreit sieht der Siemens-Chef als Risiko für Unternehmen.

Startseite

Mehr zu: Industriekonzern - Im Siemens-Aufsichtsrat gibt es Zweifel an einer Vertragsverlängerung für Joe Kaeser

0 Kommentare zu "Industriekonzern: Im Siemens-Aufsichtsrat gibt es Zweifel an einer Vertragsverlängerung für Joe Kaeser"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote