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Industriekonzern Kone bietet 17 Milliarden Euro für Thyssen-Krupps Aufzugsparte

Der finnische Konzern bekräftigt sein Interesse an der Sparte von Thyssen-Krupp. Dabei bietet Kone deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten.
28.01.2020 - 17:35 Uhr 1 Kommentar
Der Ruhrkonzern will sich von seiner profitabelsten Sparte trennen, weil er dringend Geld für die geplante Restrukturierung benötigt. Quelle: Reuters
Aufzug-Testturm von Thyssen-Krupp in Rottweil

Der Ruhrkonzern will sich von seiner profitabelsten Sparte trennen, weil er dringend Geld für die geplante Restrukturierung benötigt.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf, Frankfurt Die erste Bieterrunde für das wohl interessanteste Übernahmeziel, das die deutsche Industrie derzeit zu bieten hat, ist beendet: das Aufzuggeschäft von Thyssen-Krupp.

Der Ruhrkonzern will sich von seiner profitabelsten Sparte trennen, weil er dringend Geld für die geplante Restrukturierung benötigt. Auf 15 Milliarden Euro schätzen Analysten den Wert. Sowohl Finanzinvestoren als auch ein Konkurrent haben ihre Angebote abgegeben.

Dem Aufzughersteller Kone wurde dabei die längste Bedenkzeit eingeräumt. Während für die Konsortien der Finanzinvestoren die Frist bereits vor einigen Tagen ablief, endete sie beim finnischen Rivalen erst am Montag.

Für Thyssen-Krupp hat sich diese Verlängerung offenbar gelohnt: Aus Unternehmenskreisen verlautete, Kone biete in der ersten Runde bis zu 17 Milliarden Euro für das Geschäft. Damit dürfte sich der Konzern für die engere Auswahl qualifiziert haben, mit der Thyssen-Krupp in die nächste Runde der Verhandlungen geht.

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    Dass Kone für die Sparte Elevator einen deutlichen Aufschlag zahlt, dürfte auch mit den Risiken zusammenhängen, die mit einer potenziellen Fusion einhergehen würden. So rechnen viele Beobachter mit womöglich langwierigen Kartellverfahren etwa in der EU oder den USA, deren Ausgang noch ungewiss ist.

    Für die Arbeitnehmer gilt eine Fusion mit Kone als Risiko

    Um dem Problem zumindest in Europa aus dem Weg zu gehen, hat sich Kone mit dem Finanzinvestor CVC zusammengeschlossen. Der könnte parallel zur Fusion das Europageschäft von Thyssen-Krupp übernehmen, um ein Verfahren bei der EU-Kommission zu umgehen, und so ebenfalls von der Transaktion profitieren. Die Synergien zwischen Elevator und Kone werden auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

    Für die Arbeitnehmer gilt eine Fusion mit Kone als größtes Risiko, weil Synergien häufig auch Arbeitsplatzabbau bedeuten. Das verschlechtert die Chancen von Kone erheblich – denn die IG Metall hat sich im Vorfeld des Thyssen-Krupp-Konzernumbaus ein Vetorecht für wesentliche Veränderungen gesichert, zu denen auch der Elevator-Verkauf gehört.

    Neben Kone interessieren sich auch die Finanzinvestoren Advent und Blackstone für das Geschäft. Sie haben sich jeweils mit anderen Fonds zu Konsortien zusammengeschlossen, die gemeinsam für das Aufzuggeschäft des Ruhrkonzerns bieten. Auch die RAG-Stiftung zählt zu den Interessenten und will sich in einer Größenordnung unterhalb einer Milliarde Euro beteiligen, erklärten mit den Vorgängen vertraute Personen.

    Mehr: Nicht nur Thyssen-Krupp, auch die Führungsriege wird umgebaut. Vizechefkontrolleur Markus Grolms wechselt als Personalvorstand zur Stahlsparte.

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    1 Kommentar zu "Industriekonzern: Kone bietet 17 Milliarden Euro für Thyssen-Krupps Aufzugsparte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nach Verkauf der Aufzugssparte ist dann Thyssen noch was wert?

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