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Industriekonzern Siemens dementiert Abbaupläne – Bericht über Stellenabbau entbehre „jeder Grundlage“

Das „Manager Magazin“ hatte von 20.000 Stellen berichtet, die wegfallen könnten, Siemens dementiert. Ein konzernweites Kostensenkungsprogramm sei nicht vorgesehen.
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Siemens dementiert Abbaupläne – Bericht entbehre „jeder Grundlage“ Quelle: AFP
Joe Kaeser

Medienberichten zufolge soll sich der Siemens-Chef vor einzelnen Investoren zur Höhe des Stellenabbaus geäußert haben. Der Konzern dementiert.

(Foto: AFP)

München Spekulationen über den geplanten Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen hatten auch intern bei Siemens für Unruhe gesorgt. Mit etwas Verzögerung dementierte der Konzern nun hart: Der Bericht entbehre „jeder Grundlage“, verkündete Siemens am Freitag. Ein zentral initiiertes und konzernweites Kostensenkungsprogramm sei nicht vorgesehen.

Konzernchef Joe Kaeser hatte Anfang August seine neue Konzernstrategie „Vision 2020+“ vorgestellt. Das verbliebene Kerngeschäft wird dabei in drei „operative Unternehmen“ aufgegliedert: Die Kraftwerkssparte „Gas & Power“, die digitalen Industrien und die intelligente Infrastruktur mit der Gebäudetechnik.

Diese drei Einheiten sollen deutlich mehr Eigenständigkeit bekommen – wodurch viele Funktionen in der Zentrale überflüssig werden. Ziel ist es die Effizienz in den sogenannten Support-Funktionen um mehr als 20 Prozent zu steigern, was Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe bedeutet.

Bislang ist aber offen, wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Das „Manager Magazin“ hatte am Donnerstag berichtet, Konzernchef Joe Kaeser habe in Einzelgesprächen mit mehreren Investoren gesagt, im Zuge des geplanten Umbaus könnten 20.000 Arbeitsplätze überflüssig werden. Man könne die Zahlen nicht nachvollziehen, erklärte Siemens nun. „Entsprechende Äußerungen hat es in dieser Form nicht gegeben.“

Das Handelsblatt hatte bereits unter Berufung aus Industriekreise berichtet, dass es noch keine konkreten Zahlen gibt. Schließlich formieren sich die drei „operativen Unternehmen“ gerade erst. Und sie sollen ja künftig weitgehend eigenständig entscheiden können.

Derzeit arbeiteten die drei Einheiten an konkreten Plänen, erklärte Siemens. Ziel der „Vision 2020+“ seien „beschleunigtes Wachstum und Stärkung der Ertragskraft“. Allein in der neu geschaffenen Geschäftseinheit rund um Dienstleistungen für die Integration des Internets der Dinge sei die Einstellung von rund 10.000 Mitarbeitern bis 2025 geplant.

Die IG Metall sprach von einem „Aufreger zum Ende des Sommerlochs“. Die Konzernführung habe versprochen, dass die neue Strategie kein heimliches Stellenabbauprogramm sei, hieß es in Arbeitnehmerkreisen. Die Gewerkschaft empfahl „zur Abkühlung ein Dementi vom Wittelsbacher Platz“. Dieses hat sie nun bekommen.

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