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Industriekonzern Siemens erhält Milliarden-Auftrag für Schnellzugprojekt in Ägypten

Die Regierung in Kairo gibt ein 23 Milliarden Dollar schweres Verkehrsprojekt in Auftrag. Siemens soll das erste Hochgeschwindigkeitsnetz des Landes aufbauen.
14.01.2021 Update: 14.01.2021 - 20:08 Uhr Kommentieren
Der scheidende Siemens-Chef reiste zur Unterzeichnung der Absichtserklärung an. Quelle: Reuters
Joe Kaeser

Der scheidende Siemens-Chef reiste zur Unterzeichnung der Absichtserklärung an.

(Foto: Reuters)

Kairo, Berlin Siemens hat erneut einen der größten Aufträge in der Konzerngeschichte aus Ägypten erhalten. Die Münchener sollen das erste Hochgeschwindigkeitsnetz des Landes aufbauen und Züge liefern. Der Auftrag hat in der ersten Stufe ein Volumen von drei Milliarden Dollar, insgesamt könnten es sieben Milliarden Dollar werden.

Die Bedeutung des Auftrags zeigte sich schon daran, dass der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser und sein Nachfolger Roland Busch am Donnerstag zur Unterzeichnung der Absichtserklärung anreisten. Bei der Zeremonie war auch der ägyptische Präsidenten Abdel-Fattah al-Sisi anwesend.

„Mit dem Bau eines hocheffizienten Bahnsystems für das Land werden wir die ägyptische Bevölkerung mit einem erschwinglichen, sauberen und zuverlässigen Verkehrsangebot unterstützen“, sagte Kaeser.

Die ägyptische Regierung will insgesamt rund 23 Milliarden Dollar für das geplante 1000 Kilometer lange Bahnnetz ausgeben. Eine elektrisch betriebene Strecke soll von Ain Sochna am Roten Meer bis nach New Alamein an der Mittelmeerküste reichen. Sie soll nach Angaben der ägyptischen Regierung durch die geplante neue Hauptstadt in der Wüste östlich von Kairo führen, die sich derzeit im Bau befindet.

Das Projekt sei heftig zwischen Anbietern aus China (XI/CRRC), Frankreich (Alstom) und Deutschland (Siemens) umkämpft gewesen, hieß es in Verhandlungskreisen. Die Bundesregierung habe das Münchner Unternehmen dabei erheblich unterstützt.

Die Siemens-Bahnsparte kann den Auftrag gut gebrauchen. Die Branche litt zuletzt unter der Corona-Pandemie. Bei Siemens Mobility brachen die neuen Bestellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro ein.

Doch profitierte die Bahnsparte noch von Großaufträgen aus der Vergangenheit. So wuchsen die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr noch um zwei Prozent auf gut neun Milliarden Euro. So stabilisierte Mobility den Gesamtkonzern, der einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen musste. Mit einer operativen Umsatzrendite von 9,1 Prozent lag die Sparte noch knapp innerhalb der mittelfristigen Zielvorgaben von neun bis zwölf Prozent.

Mit Ägypten macht Siemens schon länger gute Geschäfte. Im Jahr 2015 hatte Siemens-Chef Kaeser dort den bislang größten Auftrag in der Konzerngeschichte ausgehandelt. Ägypten bestellte für insgesamt acht Milliarden Euro Gaskraftwerke und Windräder.

Mehr: Deutsche Bahn will 2024 Wasserstoffzug von Siemens testen

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