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Industriekonzern Streit ums Geld: Berufung von Uebber als Thyssen-Aufsichtsratschef in der Schwebe

Thyssen-Krupp hat überraschend die Entscheidung über die Berufung von Bodo Uebber in den Aufsichtsrat vertagt. Der zweite freie Platz wurde hingegen besetzt.
Update: 21.11.2018 - 10:02 Uhr Kommentieren
Der Manager soll eine Verdopplung der bisherigen Vergütung gefordert haben. Quelle: AFP
Bodo Uebber

Der Manager soll eine Verdopplung der bisherigen Vergütung gefordert haben.

(Foto: AFP)

EssenDas Kontrollgremium von Thyssen-Krupp hat sich am Dienstag nicht auf die Berufung des Daimler-Finanzchefs Bodo Uebber in den Aufsichtsrat einigen können. Uebber gilt als aussichtsreichster Kandidat auf den Aufsichtsratsvorsitz, den derzeit der Bochumer Wirtschaftsprofessor Bernhard Pellens innehat.

Wie es aus Unternehmenskreisen hieß, gab es Differenzen wegen Uebbers Gehaltsvorstellungen. So soll der Manager eine Verdopplung der bisherigen Vergütung gefordert haben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Nun soll die Entscheidung über eine mögliche Berufung zu einem späteren Zeitpunkt fallen, hieß es aus den Kreisen.

Tatsächlich liegt Thyssen-Krupp mit einem Jahresgehalt von 200.000 Euro für den Aufsichtsratsvorsitzenden deutlich unter der Bezahlung anderer Dax-Konzerne. So verdient etwa Daimler-Chefkontrolleur Manfred Bischoff mit rund 536.000 Euro immer noch ein gutes Drittel mehr, als Uebber dem Vernehmen nach gefordert hat. Auch für die anderen Aufseher wollte Uebber offenbar eine höhere Vergütung.

Nach dem Streit um Uebber ist einer der derzeit zwei unbesetzten Plätze der Kapitalseite weiter frei, nachdem sich im Sommer Aufsichtsratschef Ulrich Lehner sowie Aufseher René Obermann von ihren Posten zurückgezogen haben.

Für den anderen wurde am Dienstag die ehemalige Bosch-Managerin und Lufthansa-Aufsichtsrätin Martina Merz berufen. Merz soll nach einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstagabend den Aktionären bei der Hauptversammlung im Januar zur Wahl gestellt werden.

Die ehemalige Bosch-Managerin soll im Januar in den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp einziehen. Quelle: PR Volvo
Martina Merz

Die ehemalige Bosch-Managerin soll im Januar in den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp einziehen.

(Foto: PR Volvo)

Zuletzt hatte der Aufsichtsrat des Ruhrkonzerns massive Probleme, offene Stellen nachzubesetzen. So übernahm das langjährige Mitglied Bernhard Pellens den Posten des Chefkontrolleurs vor wenigen Wochen eher unfreiwillig, nachdem mehrere Topkandidaten abgesagt hatten. Ein Grund dafür sei der Streit im Eigentümerkreis über die weitere strategische Ausrichtung gewesen, hieß es aus dem Kreis der Angesprochenen.

Neben Merz kommt auch die Arbeitnehmervertreterin Barbara Kremser-Bruttel von Thyssen-Krupp Electrical Steel neu ins Kontrollgremium, die für den ausscheidenden Stahl-Gesamtbetriebsratschef Tekin Nasikkol nachrückt. Er wolle sich voll auf die anstehende Stahl-Fusion mit der europäischen Stahlsparte von Tata konzentrieren, teilte der 50-Jährige der Nachrichtenagentur Reuters mit.

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