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Industriekonzern Thyssen-Krupp baut noch mehr Stellen ab

Die Sparmaßnahmen bei Thyssen-Krupp gehen mit verstärkter Kraft weiter. Den Mitarbeitern des von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Industriekonzerns drohen weitere schmerzliche Einschnitte.
Thyssen-Krupp muss noch mehr Stellen streichen. Quelle: dpa

Thyssen-Krupp muss noch mehr Stellen streichen.

(Foto: dpa)

HB DÜSSELDORF. Thyssen-Mitarbeiter müssen sich auf schwierige Zeiten einstellen: „Ein weiterer Stellenabbau in den kommenden zwei Jahren wird sich kaum verhindern lassen“, sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz am Freitag in Düsseldorf.

Konkrete Angaben wollte er nach der Aufsichtsratssitzung aber noch nicht machen. Es liefen noch Verhandlungen mit den Arbeitnehmern. „Wir wollen jetzt nicht noch weitere Verunsicherung in der Belegschaft schaffen“, sagte Schulz. Betriebsbedingte Kündigungen solle es aber nicht geben. Medien hatten zuletzt berichtet, dass neben den Stahlsparten im Bereich Technologies, in dem das Werften- und Automobilgeschäft gebündelt ist, der größte Abbau geplant sei.

Im bis Ende September laufenden Geschäftsjahr hat der Konzern nach eigenen Angaben unter dem Strich bereits mehr als 12 000 Stellen gestrichen, die meisten im Ausland. Zudem trennte sich Thyssen-Krupp von 5 000 Leiharbeitern und zeitlich befristeten Beschäftigten. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen insgesamt Einsparungen von „deutlich“ mehr als einer Milliarde Euro, 700 bis 730 Mio. Euro sollen durch Personalkürzungen kommen. Zur Höhe der Kosten für den Stellenabbau wollte Schulz noch keine Angaben machen.

Auch langfristig will der Konzern jährlich gut eine Milliarde Euro einsparen. Allein durch die zum 1. Oktober geplante neue Konzernstruktur wird mit jährlichen Einsparungen von 500 Mio. Euro gerechnet, die zu gleichen Teilen auf Sach- und Personalkosten entfallen sollen. Weitere rund 550 Mio. Euro sollen etwa durch die Senkung von Produktions- und Verwaltungsausgaben eingespart werden. Im Zuge des Umbaus die fünf Konzernsparten aufgelöst und die acht Geschäftsbereiche direkt an die Zentrale angebunden werden.

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