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Industriekonzern Thyssen-Krupp dünnt Bieterfeld für seine Aufzugsparte aus

Der Essener Konzern sortiert die ersten Interessenten für die Sparte Elevator aus. Vor der Hauptversammlung verschafft sich Vorstandschefin Martina Merz damit etwas Luft.
20.01.2020 - 17:06 Uhr Kommentieren
Thyssen-Krupp dünnt Bieterfeld für Elevator aus Quelle: Reuters
Elevator

Der Industriekonzern beschränkt die Zahl der Bieter für die Aufzugsparte.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat eine Vorentscheidung über den Verkauf seiner Aufzugsparte gefällt. Mit maximal drei Finanzinvestoren werde nun weiterverhandelt, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Das Bieterfeld werde dementsprechend verkleinert. Mit der Veräußerung der Sparte will der Ruhrkonzern ausreichend Geld einnehmen, um sein verbliebenes Geschäft entwickeln zu können.

Die Aufzugsparte ist mit ihrer starken Präsenz in Europa, Nordamerika und Asien der gewinnträchtigste Bereich unter dem Dach des Konglomerats. Lange hatte sich der Vorstand daher gegen eine Abspaltung gewehrt, die von dem Großinvestor Cevian seit Jahren gefordert worden war. Angesichts leerer Kassen hatte Thyssen-Krupp dann aber dem Druck nachgeben müssen und die Sparte zum Verkauf gestellt.

In den vergangenen Wochen hatten mindestens vier Konsortien von Finanzinvestoren die Bücher des Geschäftsbereichs auf mögliche Risiken geprüft. Größere Probleme seien da nicht entdeckt worden, hieß es in Finanzkreisen. Die Preisvorstellungen bewegten sich daher unverändert im Rahmen von 15 Milliarden Euro.

Nachdem nun die Finanzkonsortien ihre Offerten in der vergangenen Woche eingereicht hatten, konnte die Konzernleitung nun den Kreis von Interessenten einengen. Mit maximal drei Konsortien werde in der nächsten Runde verhandelt, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.

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    Diese Runde dürfte sich aber in der kommenden Woche erweitern. Die Wettbewerber Kone aus Finnland und die japanische Hitachi-Gruppe könnten noch bis zum 27. Januar Angebote einreichen, hieß es. Derzeit würden Vertreter der beiden Konzerne die Unterlagen von Thyssen-Krupp Elevator sichten. Sie erhielten anders als die Finanzinvestoren nur einen bedingten Zugang zu den Geschäftsunterlagen, da den Konkurrenten nicht zu viel Einblick gewährt werden soll.

    Absehbar ist, dass Kone eine Offerte für die Aufzugsparte abgeben wird. „Es gibt nur selten eine Option auf den Kauf eines großen Aufzugbauers, da muss Kone mitbieten“, sagte ein Beteiligter. Die Finnen könnten durch eine Fusion der Geschäfte hohe Einsparungen erzielen. Allerdings müssten sich Kone/Thyssen-Krupp vor allem von Aktivitäten in Europa trennen, um die Zustimmung der Kartellwächter zu erhalten. Die Konzerne wären der dominante Hersteller im EU-Raum.

    Ohne Kartellauflagen würde wohl eine Übernahme durch Hitachi möglich sein. Allerdings seien die Japaner zögerlich, da Thyssen-Krupp Elevator deutlich größer als das eigene Geschäft sei, hieß es. Bevorzugt hätte Hitachi den Wettbewerber Stück für Stück übernommen.

    Dies ist wohl nicht möglich, da Thyssen-Krupp aufgrund seiner Finanzlage schnell und vor allem möglichst viel Kapital benötigt. Der alternativ betriebene Börsengang von Elevator sei daher im Moment weniger wahrscheinlich, hieß es in Konzernkreisen.

    Auch wenn sich der Verkauf der Aufzugsparte etwas verzögert – bis zum Ende des ersten Quartals will das Management eine Entscheidung fällen. „Idealerweise hätten wir Details schon zur Hauptversammlung Ende Januar den Aktionären präsentiert, was aber aus Zeitgründen nicht möglich ist“, erklärte ein Manager.

    Mehr: Die RAG-Stiftung beteiligt sich mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent am Bieterrennen um Thyssen-Aufzüge. Das dürfte finanzielle Gründe haben.

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