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Industriekonzern Thyssen-Krupp-Stahlchef Andreas Goss vor Ablösung

Nach der geplatzten Stahlfusion mit Tata soll Spartenchef Andreas Goss den Konzern verlassen. Seinen Nachfolger erwartet eine große Aufgabe.
27.05.2019 - 17:47 Uhr Kommentieren
Goss, Jahrgang 1964, war vor fünf Jahren als Vorstandschef der Siemens-Landesgesellschaft in Großbritannien zu Thyssen-Krupp gewechselt. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Andreas Goss

Goss, Jahrgang 1964, war vor fünf Jahren als Vorstandschef der Siemens-Landesgesellschaft in Großbritannien zu Thyssen-Krupp gewechselt.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Düsseldorf Ursprünglich hatte Andreas Goss, Chef der traditionsreichen Stahlsparte bei Thyssen-Krupp, große Pläne für das Kerngeschäft des Essener Industriekonzerns. Zusammen mit Managern von Tata Steel Europe sollte der Manager aus dem geplanten Joint Venture Thyssen-Krupp Tata Steel den zweitgrößten europäischen Stahlkocher nach Arcelor-Mittal formen.

Doch nun befindet sich Goss vor der Ablöse. „Es werden gegenwärtig mit Herrn Goss Gespräche zur Auflösung seines Vertrags geführt“, teilte das Unternehmen am Montag auf Anfrage mit. Zuerst hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ über die Vertragsverhandlungen berichtet.

Der Mitteilung zufolge geht es bei dem Personalwechsel darum, „Thyssen-Krupp Steel zukunftsfähig aufzustellen“. Nach dem Platzen der geplanten Stahlfusion mit Tata will Vorstandschef Guido Kerkhoff die Sparte im eigenen Konzern weiterentwickeln. Der Sanierungsbedarf ist hoch.

Zuletzt litt das konjunkturanfällige Geschäft unter spürbaren Verlusten. Im ersten Halbjahr erzielte die Sparte einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 84 Millionen Euro, auch weil wichtige Kundenindustrien wie die Autobranche derzeit unter Belastungen leiden.

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    Noch steht die Ablösung von Goss unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien. Wer auf den Manager folgt, ist derzeit unklar. Die Aufgabe ist groß: Nicht nur steht die Sparte nach der geplatzten Fusion vor einem harten Abbau von 2.000 Stellen. Auch die zunehmend strenger werdenden Klimavorgaben stellen die gesamte Branche vor große Herausforderungen.

    Goss, Jahrgang 1964, war vor fünf Jahren als Vorstandschef der Siemens-Landesgesellschaft in Großbritannien nach Duisburg gewechselt. Bei Thyssen-Krupp Steel begann er als Finanzchef, bevor er 2014 zum Vorstandschef ernannt wurde. Unter ihm legte die Sparte unter anderem einen Fahrplan auf, um die CO2-Emissionen bis 2050 auf nahezu null zu senken.

    Mehr: Nach der gescheiterten Stahlfusion baut Vorstandschef Guido Kerkhoff den Ruhrkonzern radikal um. Es ist die dritte Strategie innerhalb eines Jahres.

    • kekn
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