Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Industriekonzern Thyssen-Krupp will Grob-Blechwerk in Duisburg schließen – IG Metall fordert Staatseinstieg

Thyssen-Krupp plant eine Schließung des Grob-Blechwerks in Duisburg-Hüttenheim. Den Mitarbeitern sollen andere Arbeitsplätze angeboten werden.
17.11.2020 Update: 17.11.2020 - 16:34 Uhr Kommentieren
In dem Werk arbeiten rund 800 Mitarbeiter. Diese haben die Zusage des Konzerns, dass es keine Entlassungen geben soll. Quelle: dpa
Grob-Blechwerk von Thyssen-Krupp in Duisburg-Hüttenheim

In dem Werk arbeiten rund 800 Mitarbeiter. Diese haben die Zusage des Konzerns, dass es keine Entlassungen geben soll.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die IG Metall sieht sich angesichts der drohenden Schließung des Grob-Blechwerks von Thyssenkrupp Steel in ihrer Forderung nach einem Staatseinstieg bei der Stahlsparte bestätigt. „Die Information, dass der letzte Bieter für das Grobblechwerk in Duisburg Hüttenheim abgesprungen ist, ist ein schwarzer Tag für den Stahlstandort NRW und die Beschäftigten“, erklärte der Chef der IG Metall NRW, Knut Giesler, am Dienstag.

Auch wenn bis Ende Dezember noch die Möglichkeit bestehe, dass sich ein Käufer finde, würden die Chancen, eine Schließung zu verhindern, sinken. „Die aktuelle Situation zeigt wie dringend notwendig eine Staatsbeteiligung für den Stahlbereich von Thyssen-Krupp ist.“

Die Gewerkschaft fordert, dass sich der Staat mit mindestens 25 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe beteiligt. Die Sparte schreibt hohe Verluste. Thyssen-Krupp führt Gespräche mit dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund über mögliche Hilfen. Laut NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wird geprüft, ob das Unternehmen unter den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) fallen könnte.

Die ohnehin schwächelnde Stahltochter ist von der Coronakrise schwer getroffen. Wenn am Donnerstag Konzernchefin Martina Merz die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 vorstellt, dürfte Thyssenkrupp Steel Europe eine große Rolle bei der erwarteten hohen Verlusten spielen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Grafik

    Der Stahlvorstand bereitet die rund 800 Beschäftigten des Grob-Blechwerks auf das drohende Aus vor: „In einem mehrmonatigen intensiven Verkaufsprozess haben wir mit verschiedenen Interessenten Gespräche geführt. Leider bisher ohne Ergebnis“, hieß es in einer Reuters vorliegenden Mitarbeiterinfo. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die im Tarifvertrag „Zukunftspakt Stahl 20-30“ vereinbarte Schließung des Bereichs bis spätestens zum 30. September 2021 kommen könne. Beschlüsse zu der Frage seien in den kommenden Wochen zu erwarten.

    Stahlvorstand und IG Metall hoben hervor, dass es nach dem Tarifvertrag keine Entlassungen geben soll. „Für die Beschäftigten des Werkes gibt es Sicherheit“, betonte Giesler. Alle Mitarbeiter erhielten ein Arbeitsplatzangebot bei Thyssen-Krupp. Möglich seien etwa Versetzungen an andere Standorte von Steel, kündigte der Stahl-Vorstand an.

    Mehr: Thyssen-Krupp verhandelt mit Regierung über Staatshilfen

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Industriekonzern - Thyssen-Krupp will Grob-Blechwerk in Duisburg schließen – IG Metall fordert Staatseinstieg
    0 Kommentare zu "Industriekonzern: Thyssen-Krupp will Grob-Blechwerk in Duisburg schließen – IG Metall fordert Staatseinstieg"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%