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Insolvente Werften Land gibt Millionen für P+S-Transfergesellschaft

Der Landtag in Schwerin hat der Finanzierung einer P+S-Transfergesellschaft durch Mecklenburg-Vorpommerns Regierung zugestimmt. Die Gesellschaft soll im November starten. Dadurch können auch die P+S-Lehrlinge bleiben.
18.10.2012 - 18:31 Uhr Kommentieren
Arbeiter der P+S Werften. Für sie sind die Perspektiven mit dem neuen Beschluss etwas besser geworden. Quelle: dpa

Arbeiter der P+S Werften. Für sie sind die Perspektiven mit dem neuen Beschluss etwas besser geworden.

(Foto: dpa)

Schwerin Die Transfergesellschaft für die Beschäftigten der insolventen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast steht. Das Land finanziert die Gesellschaft mit 25,2 Millionen Euro. Das hat der Finanzausschuss des Landtags am Donnerstag in Schwerin einstimmig beschlossen. Eine Million Euro davon wird benötigt, um den Verbleib der Lehrlinge auf den Werften zu sichern, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Die Transfergesellschaft soll am 1. November starten. Die P+S-Werften hatten Ende August Insolvenzantrag gestellt, betroffen sind rund 1800 Beschäftigte. Ende Oktober läuft das Insolvenzgeld aus.

In welcher konkreten Form die Unterstützung des Landes gewährt werden kann, kläre die Landesregierung derzeit in Gesprächen mit der EU-Kommission, sagte der Ministeriumssprecher. 9,2 Millionen Euro sollen aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und 16 Millionen Euro aus Umschichtungen im Landeshaushalt kommen.

Bei Verhandlungen am Donnerstag in Brüssel, an der neben Vertretern des Landes auch Vertreter von Bund und Insolvenzverwaltung teilnahmen, wurde nach dpa-Informationen noch kein Ergebnis erzielt. Bei dem Treffen ging es vor allem auch um einen Massekredit der öffentlichen Hand für P+S zum Weiterbau von sechs angefangenen Schiffen. Weitere Abstimmungen mit Brüssel seien in den kommenden Wochen nötig, sagte ein Sprecher des Schweriner Wirtschaftsministeriums.

In Rede stehen für den Massekredit 80 Millionen Euro aus einem Hilfspaket von Land und Bund aus dem Juni. Die Summe war nicht mehr ausgezahlt worden, als im August klar wurde, dass die insgesamt zugesagten 152,4 Millionen Euro nicht ausreichen würden, um das Unternehmen wieder in sicheres Fahrwasser zu bringen.

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    Am Donnerstagnachmittag trat in Hamburg der Gläubigerausschuss der P+S-Werften zusammen, um über die Situation in Wolgast und Stralsund sowie über weitere Schritte zu beraten. Zum Inhalt des Treffens machte der Sprecher von Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann keine Angaben. Die Öffentlichkeit soll am Freitag informiert werden, sagte er.

    • dpa
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