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Insolventer Autozulieferer Im Kampf um Honsel formiert sich ein neues Bieterduo

Der Kampf um den insolventen Traditionszulieferer Honsel wird noch einmal spannend. Neben dem Tandem bestehend aus den Autozulieferern ZF aus Deutschland und Nemak aus Mexiko hat sich ein neues Bieterduo formiert.
17.04.2011 - 16:48 Uhr Kommentieren

Hamburg Die inzwischen als Tandem auftretenden Autozulieferer ZF aus Deutschland und Nemak aus Mexiko bekommen im Bieterkampf um den seit fast einem halben Jahr insolventen Traditionszulieferer Honsel in der Schlussphase ernsthafte Konkurrenz. Der ebenfalls um das Unternehmen aus dem Sauerland buhlende internationale Finanzinvestor Anchorage hat sich mit dem kanadischen Autozulieferer Martinrea verbündet, erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen.

Zudem hat in letzter Minute ein weiteres Unternehmen aus der Autozulieferbranche ein Angebot abgegeben, dem aber geringere Chancen eingeräumt werden. Eine Entscheidung, mit wem exklusiv zu Ende verhandelt wird, soll Honsels Gläubigerausschuss im Mai fällen, heißt es. Insolvenzverwalter Frank Kebekus hat dem Vernehmen nach bereits die Einladungen für den Termin verschickt. Kebekus wollte sich auf Anfrage aber nicht äußern.

Der Insolvenzverwalter verlangt den von Altlasten befreiten und wieder profitablen Spezialisten für Motorenblöcke aus Leichtmetall fast 100 Millionen Euro. Zwar befürworten große Kunde aus der Autoindustrie wie BMW und Daimler das Gespann ZF-Nemak als Käufer, aber gemeinsam mit dem Zulieferer Martinrea nimmt Finanzinvestor Anchorage als Honsels größter Gläubiger eine starke Position ein. Ohne Anchorages Verzicht auf Sicherheiten wäre ein Verkauf von Honsel kaum möglich, heißt es in Verhandlungskreisen.

Kommt es zu einer Übernahme, soll Martinrea die Mehrheit an Honsel übernehmen und das Geschäft führen. Anchorage dürfte auf eine Wertsteigerung setzen und nach einigen Jahren aussteigen. Martinrea hatte schon früher einzeln für Honsel geboten.

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