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Insolvenz beantragt Milder Winter wird Schuhhersteller Rohde zum Verhängnis

Die geringe Nachfrage nach Winterschuhen hat den traditionsreichen Schuhfabrikanten Rohde in die Insolvenz getrieben. Wegen Zahlungsschwierigkeiten habe das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, bestätigte die Geschäftsführung am Dienstag im nordhessischen Schwalmstadt.

"Schuhe liegen wegen des milden Wetters wie Blei im Handel". Foto: dpa.

(Foto: dpa)

HB SCHWALMSTADT. Kurzfristige Schulden hätten wegen des schlechten Verkaufs von Winterware nicht mehr bezahlt werden können, sagte Geschäftsführer Christoph Schmitt. Rohde stellt nach eigenen Angaben jährlich etwa sechs Millionen Paar Schuhe her und macht einen Jahresumsatz von 130 Millionen Euro. Das Unternehmen wurde 1947 gegründet.

„Die Schuhe liegen wegen des milden Wetters wie Blei im Handel, das hat uns das Genick gebrochen“, sagte der kaufmännische Leiter Christian Zeiss. Derzeit liefen Gespräche mit Lieferanten und Banken. „Wir sind dabei, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, um die Marke und die Firma zu erhalten“, sagte Zeiss.

Nach Schmitts Worten gab es zudem Probleme mit der Auslandsproduktion. So hätten Einzelteile in China aufwendig nachgearbeitet werden müssen. Das habe Geld und Zeit gekostet. Weil die Einzelteile als Luftfracht verschickt werden mussten, hätten sie sich abermals verteuert.

In Schwalmstadt hat die Erich Rohde KG den Angaben zufolge etwa 500 Mitarbeiter. Dort sind die Endfertigung von Schuhen und Logistik und Verwaltung angesiedelt. Von einer Insolvenz wäre zunächst der Standort in Schwalmstadt betroffen. Weitere Werke gibt es in Österreich und Portugal mit zusammen 1 500 Mitarbeitern.

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