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Insolvenzverfahren Investoren wollen Kodak retten

Die Rettung scheint zum Greifen nah: Investoren haben knapp 800 Millionen Dollar zugesagt. Die Bedingungen sind jedoch hart: Die Patente, die Kodak bisher nicht verkaufen konnte, müssen 500 Millionen Dollar einbringen.
13.11.2012 - 11:32 Uhr Kommentieren
Kodak konnte bisher die gewünschten Preise für seine Patente nicht erzielen. Quelle: dapd

Kodak konnte bisher die gewünschten Preise für seine Patente nicht erzielen.

(Foto: dapd)

Rochester Der Foto-Pionier Kodak hat sich fast 800 Millionen Dollar für einen Neuanfang gesichert. Damit will Kodak im kommenden Jahr das Insolvenzverfahren als Druck-Spezialist verlassen. Die 793 Millionen Dollar kommen von den Großbanken UBS und JP Morgan Chase sowie zwei weiteren Finanzfirmen. Eine Voraussetzung ist allerdings der Verkauf von Kodaks Digital-Foto-Patenten für mindestens 500 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Montag weiter mitteilte. Kodak hat schon seit Monaten Probleme, die Patente zum gewünschten Preis loszuschlagen.

Kodak hatte seit dem vergangenen Jahrhundert die klassische Fotografie entscheidend geprägt, kam aber nicht mit dem Wechsel zu digitalen Bildern klar. Nach jahrelangen geschäftlichen Problemen und hohen Verlusten ging der Foto-Pionier Anfang dieses Jahres in ein Insolvenzverfahren. Im Zuge der Sanierung wurden große Geschäftsbereiche abgestoßen. Konzernchef Antonio Perez versucht schon seit Jahren, Kodak als Spezialisten für digitalen Druck neu aufzustellen. Im ersten Halbjahr 2013 will er nun das Insolvenzverfahren verlassen.

Für seine Digitalbild-Patente peilte Kodak ursprünglich einen Milliardenerlös an. Jedoch wurde schnell klar, dass es nicht dazu kommen wird. Obwohl unter den Interessenten laut Medienberichten die in einen Patentkrieg verwickelten Rivalen Apple und Google waren, sollen die Gebote niedrig geblieben sein. Die Auktion wurde zwischenzeitlich auf Eis gelegt.

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