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Interesse an Norilsk Nickel Kreml greift nach Metallindustrie

Der Aluminiumkonzern des Putin-Vertrauten Oleg Deripaska will offenbar bei Norilsk Nickel einsteigen. Deripaska könnte 22 Prozent der Norilsk-Aktien erwerben. Experten halten diese überraschende Wendung für den Beginn einer Konsolidierung der russischen Metallindustrie.
Flüssiges Alu schießt aus dem Ofen. Foto: dpa Quelle: dpa

Flüssiges Alu schießt aus dem Ofen. Foto: dpa

(Foto: dpa)

BERLIN. Der dem Kreml nahe stehende Oligarch Oleg Deripaska will offenbar bei Norilsk Nickel einsteigen. Deripaskas Aluminiumkonzern Rusal, der derzeit größte Aluminiumkonzern der Welt, wird nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax Anteile am weltgrößten Produzenten von Metallen der Platingruppe erwerben.

Eine Rusal-Sprecherin bestätigte zunächst nur das „prinzipielle Interesse“ des Aluminiumgiganten an einer „Diversifizierung“ des Geschäfts. Ein Vertreter von Deripaskas Holdinggesellschaft Basowy Element nannte einen solchen Deal logisch, wollte aber Verkaufsverhandlungen mit der Norilsk-Mutter Interros-Holding nicht bestätigen.

Die Norilsk-Aktien gewannen am Freitag vor dem Hintergrund dieser Berichte an der Moskauer RTS-Börse 7,5 Prozent. In Frankfurt legten die Papiere bei hohen Umsätzen noch stärker zu.

Deripaska, der sich kürzlich mit fast zehn Prozent am deutschen Baukonzern Hochtief und an der österreichischen Strabag beteiligt hat, könnte 22 Prozent der Norilsk-Aktien von Michail Prochorow erwerben. Der Moskauer Milliardär will die Anteile erklärtermaßen abstoßen, um seine Geschäfte von denen seines langjährigen Partners in der Interros-Holding, Wladimir Potanin, zu entflechten.

Weder Interros noch ein Sprecher Prochorows indes bestätigten Verkaufsverhandlungen mit Deripaska oder Rusal. Prochorow habe aber das Recht, seine Norilsk-Anteile auch an andere als Potanin zu verkaufen.

Rusal könnte mit dem Deal ausländischen Interessenten wie dem Bergbauriesen Rio Tinto zuvorkommen wollen, sagte Wladimir Katunin von der Moskauer Investmentbank Aton. Ausländer würden seiner Meinung nach an Norilsk keinesfalls beteiligt. Russlands Bergbaugigant bleibe russisch.

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