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Interview Bayer-Chef auch für 2010 pessimistisch

Branchenübergreifend setzen zahlreiche Manager verschiedenster Unternehmen darauf, dass ihre Geschäfte 2010 wieder besser laufen. Nicht so Werner Wenning. Der Bayer-Chef erwartet auch fürs kommende Jahr keine Erholung von der Wirtschaftskrise.
Bayer-Chef Wenning bleibt auch langfristig pessmimistisch. Quelle: ap

Bayer-Chef Wenning bleibt auch langfristig pessmimistisch.

(Foto: ap)

HB FRANKFURT. "Ich bin für dieses Jahr, aber auch für nächstes Jahr nicht optimistisch, was die Bewältigung der Krise angeht", sagte Wenning dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Wenning sagte, besonders das Bayer-Kunststoffgeschäft Matrial-Science leide unter dem Einbruch in der Autoindustrie. "Wir wissen, dass wir riesige Lagerbestände haben. Bis dort mal wieder eine normale Situation eintreten kann, das wird dauern", erläuterte er.

Bayer erwirtschaftet rund 30 Prozent seines Konzernumsatzes mit Kunststoffen, die neben der Autobranche auch in der Bauwirtschaft eingesetzt werden. Dieser Bereich ist extrem konjunkturabhängig. Nachdem die Geschäfte in der Kunststoffsparte im Schlussquartal eingebrochen waren, hatte Wenning für den Gesamtkonzern die Prognose gesenkt. Bayer geht 2009 nun von einem Rückgang des operativen Gewinns aus.

Derzeit gilt bei Bayer für die deutschen Werke eine Vereinbarung zur Standortsicherung, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. "Wir werden selbstverständlich den Vertrag, der bis Ende dieses Jahres läuft, einhalten", sagte Wenning. Gespräche mit den Arbeitnehmern über daran anschließende Schritte zur Beschäftigungssicherung will Bayer nun starten.

"Wir werden alles daran setzen, Entlassungen zu vermeiden. Wir haben auch in der Vergangenheit nicht betriebsbedingt gekündigt", sagte der Konzernchef. Es gebe viele Instrumente, um Beschäftigung anzupassen. "Ich bin optimistisch, dass uns dies bei Flexibilität beider Parteien auch in Zukunft gelingen wird."

Als Reaktion auf den Nachfrageeinbruch hatte Bayer im Januar angekündigt, für Tausende Beschäftigte der Kunststoffsparte Arbeitszeit und Tariflöhne ab 9. Februar für zunächst neun Monate zu senken. Auch Chemie-Konkurrent Lanxess hatte in Deutschland die Wochenarbeitszeit bei entsprechender Gehaltskürzung gesenkt.

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