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Interview mit Michael Sieber „Keiner verzichtet auf Geschenke für Kinder“

Trotz negativer Auswirkungen der Finanzkrise auf das Konsumverhalten hofft Michael Sieber, Geschäftsführer der Simba-Dickie-Gruppe, auf das Weihnachtsgeschäft. Dabei setzt das Unternehmen auf Vielfalt, 3 000 verschiedene Produkte befinden sich im Sortiment - das Aushängeschild des Konzerns ist das Bobby Car.
Das Aushängeschild des Konzerns: Der Geschäftsführer der Simba-Dickie-Gruppe, Michael Sieber, hofft auf die Verkaufskraft von Bobby Car und Co. Foto: ap Quelle: ap

Das Aushängeschild des Konzerns: Der Geschäftsführer der Simba-Dickie-Gruppe, Michael Sieber, hofft auf die Verkaufskraft von Bobby Car und Co. Foto: ap

(Foto: ap)

Handelsblatt: Herr Sieber, wer denkt mitten in einer globalen Finanzkrise an Spielzeug? Müssen sie ihr Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr abschreiben?

Michael Sieber: Die Finanzkrise wirkt sich nicht gerade positiv auf das Konsumverhalten aus. Ich glaube aber nicht, dass auf Geschenke für Kinder verzichtet wird. Eher werden größere Anschaffungen vermieden. An Weihnachten will man doch vor allem Kindern eine Freude bereiten.

Ihre Unternehmensgruppe wird die Krise sozusagen überspielen?

Im Moment ist noch nicht absehbar, wie die Krise auf unsere Wirtschaft durchschlägt. Was sich jetzt aber schon zeigt ist die relativ schlechte Zahlungsmoral unserer Kunden, deren Schwierigkeiten sich auch aus der restriktiven Geschäftspolitik der Banken ergeben.

Simba ist der Lumpensammler der Spielzeugindustrie . . .

. . . wie kommen Sie denn darauf? Nur weil wir gerade den insolventen französischen Hersteller Smoby gekauft haben, sind wir noch lange kein Resteverwerter.

Sie haben in den vergangenen Jahren schon viele angeschlagene Konkurrenten eingesammelt, die niemand haben wollte.

Die meisten Firmen, die wir übernommen haben, waren gut in Schuss. Oft hatten die Besitzer einfach keine Nachfolger und mussten deshalb verkaufen.

Jetzt gehört Ihnen ein buntes Sammelsurium an Marken. Konkurrenten konzentrieren sich auf ein, zwei starke Marken.

Das ist Teil unserer Philosophie. Diese Vielfalt macht uns unabhängiger von Marktentwicklungen und bietet gleichzeitig im Vertrieb interessante Chancen.

Sie produzieren in Asien, haben inzwischen aber auch wieder Werke in Deutschland und Frankreich. Kehrt die Produktion nach Europa zurück?

Wir holen keine Produktion zurück aus Asien. Aber wir haben erkannt, dass sich Spielwaren in Europa profitabel herstellen lassen. Die Werke sind kein Nachteil für uns, im Gegenteil. Die Wege sind kurz und so können wir bei Bedarf schnell liefern. Das wird immer wichtiger, denn der Handel ordert zunehmend kurzfristig.

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