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Investment in Rivian Amazons 700-Millionen-Dollar-Wette auf Elektroautos

Elektrische Pick-ups sind in den USA ein vielversprechendes Segment. Handelsriese Amazon sieht das auch so und investiert Hunderte Millionen in das US-Start-up Rivian.
Update: 15.02.2019 - 17:33 Uhr Kommentieren
Anfang Februar hatte sich der Onlinehändler bereits an einer Finanzierungsrunde über 530 Millionen Dollar für das Start-up Aurora beteiligt. Quelle: AFP
Amazon

Anfang Februar hatte sich der Onlinehändler bereits an einer Finanzierungsrunde über 530 Millionen Dollar für das Start-up Aurora beteiligt.

(Foto: AFP)

Düsseldorf, New YorkMit seinem ersten elektrischen Pick-up und einem E-SUV hat das US-Start-up Rivian im vergangenen Jahr die Autowelt überrascht. Und offenbar haben die Konzeptfahrzeuge nun auch mächtige Investoren überzeugt.

Angeführt vom Onlinehändler Amazon hat eine Investorengruppe 700 Millionen US-Dollar in das Start-up investiert, berichtet die Finanznachrichtenagentur Reuters. Mit dem Amazon-Geld will das Unternehmen aus Michigan schon bis Ende nächsten Jahres mit einem serienreifen Produkt auf den Markt drängen.

Und Amazon ist längst nicht der einzige Interessent: Auch der Autobauer General Motors soll sehr interessiert an einem Investment bei Rivian sein, heißt es in dem Bericht weiter. Der größte Autobauer des Landes ist ohnehin auf der Suche nach passenden Gelegenheiten, um sich im Markt für Elektroautos eine gute Position zu erkaufen.

Elektrische Pick-ups sind in den USA ein vielversprechendes Segment. Pionier Tesla hat noch kein vergleichbares Modell im Angebot. Und die drei meistverkauften Autos der USA sind bislang allesamt Pick-ups. Der elektrische Pick-up R1T und der SUV R1S, die bei der Los Angeles Auto Show ihre Premiere feierten, sollen auf eine Reichweite von 400 Kilometern kommen.

Mit dem Investment von Amazon könnte das Angebot von Rivian aber auch erweitert werden. Das Start-up könne leichter Partner für die Entwicklung eines elektrisches Lieferwagens gewinnen, heißt es in dem Bericht weiter. „Wir suchen weitere Partner, allerdings nicht, weil wir Kapital brauchen, sondern weil wir unsere strategischen Beziehungen ausbauen wollen“, wird Rivian-Chef R.J. Scaringe zitiert.

Mit der japanischen Unternehmensgruppe Sumitomo und der saudischen Händlergruppe Abdul Latif Jameel hat der 36-jährige Gründer bereits finanzkräftige Investoren an Bord. Insgesamt hat sein Unternehmen nun schon 1,15 Milliarden Dollar eingesammelt.

„Amazon sucht derzeit nach Wegen, seine Liefer-Flotte neu zu erfinden.“, sagte Michelle Krebs, Analystin von Autotrader. „Elektrofahrzeuge machen für Flotten mehr Sinn als für individuelle Besitzer, weil die Nutzung der Aufladestationen und die Strecken besser geplant werden können.“

Für Amazon sei die Investition „ein Tropfen in einem großen Eimer“. Aus der Sicht von Rivian hingegen sei die Höhe der Investition riesig und stärke das Profil des E-Autoherstellers.

Amazon baut derzeit seine eigene Logistik weiter auf. Vor allem bei der sogenannten letzten Meile bis vor die Haustür gibt es immer noch viele Beschwerden von Kunden. Deshalb will Amazon die Lieferungen stärker selbst in die Hand nehmen und baut ein eigenes Netz mit exklusiven Partnern aus, die nur für Amazon fahren.

Erst im September vergangenen Jahres hatte Amazon einen Großauftrag für 20.000 Sprinter an Daimler bekanntgegeben. Dave Clark, Senior Vice President für das internationale Geschäft, hatte bereits im September in Charleston sein Interesse an einer möglichen E-Variante des Sprinters bekundet: „Wir sind begeistert im Hinblick auf die Perspektive eines Elektro-Vans“, sagte er. Bisher laufen die Sprinter in Charleston jedoch mit Diesel- oder Benzinmotor vom Band.

Für Amazon ist es bereits das zweite große Investment in der Autobranche in kurzer Zeit. Anfang Februar hatte sich der Onlinehändler bereits an einer Finanzierungsrunde über 530 Millionen Dollar für das Start-up Aurora beteiligt, das Software für selbstfahrende Autos entwickelt.

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