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Irak-Geschäft GlaxoSmithKline prüft Korruptionsvorwürfe

Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline überprüft nach Vorgängen in China nun auch Unregelmäßigkeiten im Irak-Geschäft. GSK soll dort Wissenschaftler dafür bezahlt haben, den Verkauf von Arzneien anzukurbeln.
Update: 07.04.2014 - 15:22 Uhr Kommentieren
In China wird Glaxo vorgeworfen, Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben. Quelle: Reuters

In China wird Glaxo vorgeworfen, Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben.

(Foto: Reuters)

London Großbritanniens führender Pharma-Konzern GlaxoSmithKline (GSK) sieht sich mit weiteren Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Nach dem China-Geschäft geht es nun auch um das im Irak, wie das Unternehmen am Sonntagabend mitteilte. Demnach soll GSK dort beim Staat beschäftigte Mediziner und Pharmazeuten im Vertrieb angeheuert und dafür bezahlt haben, den Verkauf seiner Arzneien anzukurbeln. „Wir prüfen Vorwürfe eines unzulässigen Verhaltens in unserem Irak-Geschäft“, sagte ein Konzernsprecher. „Wir haben null Toleranz bei unethischem oder illegalem Verhalten.“

In China wurde Glaxo vorgeworfen, mit Hilfe von Reisebüros und Beratungsfirmen in erheblichem Umfang Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben. Die Affäre brockte dem Unternehmen Umsatzeinbrüche in der Volksrepublik und einen Imageschaden ein.

Im Irak beschäftigen die Briten im Pharma-Bereich weniger als 60 Mitarbeiter. Die Vorwürfe richteten sich nur gegen eine kleine Anzahl von Beschäftigten, so der GSK-Sprecher.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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