Jahresprognose Fresenius hebt Ausblick an

Fresenius hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben. Das Konzernergebnis solle nunmehr währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen, teilte der Gesundheitskonzern mit.
Update: 11.06.2012 - 16:01 Uhr Kommentieren
Der Medizinkonzern Fresenius konnte eine gute Geschäftsentwicklung verkünden. Quelle: dpa

Der Medizinkonzern Fresenius konnte eine gute Geschäftsentwicklung verkünden.

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FrankfurtFlorierende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten heben die Stimmung beim Gesundheitskonzern Fresenius. Da Konkurrenten im weltgrößten Gesundheitsmarkt USA mit Lieferengpässen kämpften, konnte Fresenius dort deutlich mehr verkaufen und hob seine Prognose für 2012 deshalb bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an. "Die Entwicklung von Fresenius Kabi ist außerordentlich", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider bei einer Investorenkonferenz in Bad Homburg.

Er geht im Gesamtjahr nun davon aus, dass das Konzernergebnis währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigt, statt wie bislang erwartet um zwölf bis 15 Prozent. Beim Konzernumsatz werde mittlerweile ein währungsbereinigtes Wachstum von 12 bis 14 Prozent angepeilt - bisher hatte der Konzern das obere Ende der Spanne von zehn bis 13 Prozent angestrebt. Effekte aus der geplanten Milliarden-Übernahme von Rhön-Klinikum seien dabei nicht berücksichtigt.

Die im Dax gelistete Fresenius-Aktie drehte nach der Prognoseanhebung ins Plus und notierte 0,8 Prozent höher, während der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 Health Care 0,5 Prozent zulegte.

Die Fresenius-Tochter Kabi, die auf intravenös zu verabreichende Generika spezialisiert ist, hat bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Gewinnanstieg des Konzerns beigetragen. Auch in den ersten Monaten 2012 habe sich Kabi in allen Regionen und Produktbereichen besser entwickelt als ursprünglich prognostiziert, erklärte Fresenius. "Insbesondere in den USA liegt das Wachstum deutlich über den Erwartungen. Grund ist eine gestiegene Nachfrage wegen weiter anhaltenden Lieferengpässen für generische Arzneimittel, inklusive Propofol, die auch in das dritte Quartal 2012 hineinreichen dürften."

Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber
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Platz 15 - Techniker Krankenkasse

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat die größten Arbeitgeber im Gesundheitswesen zusammengestellt. Die Techniker Krankenkasse (TK) findet sich auf Platz 15 des Rankings. Im Jahr 2010 beschäftigte die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands 9900 Vollzeitbeschäftigte. Die Mitarbeiterzahl blieb im Vorjahresvergleich unverändert. Bei den tatsächlichen Mitarbeitern (inklusive Teilzeitbeschäftigten) blieb die Zahl mit 11.428 ebenfalls so gut wie unverändert.

huGO-BildID: 11475127 Eine Mitarbeiter der Augenoptikerkette Fielmann schaut am 28. August 2008, in Frechen in einen Spiegel. Der Optikkonzern Fielma
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Platz 14 - Fielmann

Deutschlands größte Optikerkette beschäftigte im vorletzten Jahr 10.000 Vollzeitmitarbeiter. Das waren 300 mehr als ein Jahr zuvor. Inklusive der Beschäftigten in Teilzeit stieg die Mitarbeiterzahl auf 11.000 (plus 3,7 Prozent).

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Platz 13 - Siemens Medical Solutions

Im Bereich Medizintechnik von Siemens waren 2010 insgesamt 10.000 Menschen in Vollzeit beschäftigt - 200 weniger als ein Jahr zuvor. Da Siemens Medical Solutions nur noch weltweite Zahlen veröffentlicht, liegen für das Unternehmen keine Gesamtmitarbeiterzahlen vor.

Klinikkonzern Vivantes
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Platz 12 - Vivantes

Beim Krankenhauskonzern Vivantes aus Berlin waren 10.078 Vollzeitmitarbeiter angestellt. Das waren im 2,1 Prozent mehr als 2009. Auch bei den Teilzeitmitarbeitern gab es einen Zuwachs. Die Zahl der Gesamtbeschäftigten stieg um 3,7 Prozent auf 13.541.

B. Braun Melsungen AG
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Platz 11 - B. Braun Melsungen

Das Pharma- und Medizinbedarfsunternehmen aus Melsungen beschäftigte 10.100 Vollzeitmitarbeiter (plus 5,8 Prozent). Auch die Gesamtzahl der Beschäftigten ist ansteigend. Mit 11.251 Mitarbeitern waren 2010 5,4 Prozent mehr Menschen bei B. Braun beschäftigt.

huGO-BildID: 14017129 ARCHIV - Ein Mitarbeiter ueberwacht am 30. Oktober 2007 im Labor von Boehringer Ingelheim in Ingelheim die Produktion von Dosie
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Platz 10 - Boehringer Ingelheim

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten blieb bei Boehringer im Jahresvergleich stabil bei 10.800. Insgesamt waren mit 11.475 genau acht Mitarbeiter weniger beim Pharmaunternehmen aus Ingelheim tätig.

Roche will Produktion von Tamiflu bis 2006 verzehnfachen
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Platz 9 - Roche

Die deutsche Ländergesellschaft des Schweizer Pharmaunternehmens beschäftigte nach dem RWI-Ranking 11.820 Vollzeitmitarbeiter (Zahlen aus 2009). Inklusive der Beschäftigten in Teilzeit liegt die Zahl bei 13.472 Menschen.

Beim Narkosemittel Propofol, das in den USA über 50 Millionen Mal pro Jahr verabreicht wird, gibt es seit Jahren immer wieder Lieferengpässe. Die aktuelle Prognoseanhebung von Fresenius sei vor allem auf die Ankündigung von Hospira zurückzuführen, die Lieferung von Propofol nicht wie geplant im Juni, sondern voraussichtlich nicht vor August wiederaufzunehmen, sagte ein Fresenius-Sprecher. In die Schlagzeilen geraten war das Mittel 2009 beim Tod von Michael Jackson, der vermutlich an einer Überdosis von Beruhigungsmitteln und Propofol starb.

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