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Jahreszahlen BMW erwartet deutlichen Gewinnrückgang – Sparkurs wird verschärft

Aufgrund der hohen Investitionen in die E-Mobilität haben sich die Münchener einen Sparkurs verordnet. BMW-Chef Krüger bringt auch Personalabbau ins Gespräch.
Update: 20.03.2019 - 17:05 Uhr 2 Kommentare
BMW erwartet deutlichen Gewinnrückgang Quelle: dpa
BMW-Zentrale in München

Der Autobauer hat viel in E-Mobilität investiert und muss nun sparen.

(Foto: dpa)

MünchenStagnierende Absätze, sinkende Gewinne und steigende Risiken. Nach dem Gewinneinbruch 2018 rechnet der BMW-Konzern auch 2019 mit einem Konzernergebnis vor Steuern „deutlich unter dem Vorjahreswert“. 2018 verdiente BMW vor Steuern 9,8 Milliarden Euro und erfüllte damit nach den Worten von Finanzvorstand Nicolas Peter „nicht unseren hohen Anspruch“.

Die Konsequenz ist ein Sparprogramm unter dem Namen „Performance next“. Zwischen 2017 und 2022 will der Konzern zwölf Milliarden Euro heben, vor allem über das Senken von Materialkosten und das Streichen von Modellvarianten. Aber auch beim Personal wird gespart: Anders als in den vergangenen Jahren sollen nur so viele Menschen eingestellt werden, wie den Konzern über Altersteilzeit und Renteneintritt verlassen.

Die Münchener sind von mehreren Seiten unter Druck. Trotz der „größten Modelloffensive der Firmengeschichte“ kommt der Absatz nicht in Schwung. In Europa drückt der drohende Brexit auf die Stimmung, in China lähmt der Handelsstreit mit den USA das Geschäft. Bereits 2018 musste BMW Belastungen in Höhe von rund 300 Millionen Euro wegen der von China verhängten Strafzölle auf in den USA gefertigte BMW-Geländewagen verkraften. Ein ungeordneter Brexit als auch neue Handelsbarrieren der US-Regierung würden BMW erheblich schaden.

Zum anderen steckt BMW deutlich mehr Geld in die Entwicklung des autonomen Fahrens und in die Elektromobilität. Anders als VW wollen die Münchener ihre Werke flexibel auf den Bau von Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe und reine Elektroantriebe auslegen. Auch deshalb pocht Krüger auf eine „technologieoffene“ Förderung.

Spekulationen, ob der Konzern den bis Mai 2020 laufenden Vertrag mit Krüger verlängert, wiegelte ein Sprecher ab. Das sei derzeit „kein Thema“, erklärte Kommunikationschef Maximilian Schöberl.

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2 Kommentare zu "Jahreszahlen: BMW erwartet deutlichen Gewinnrückgang – Sparkurs wird verschärft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Herr Mario Wa:
    Es wurde viel investiert in VERSCHIEDENE Antriebsarten und das ist auch gut so:
    Geschäftsleute mögen gerne einen Diesel.
    Pendler gerne auch einen Hybrid.
    Reine eAutos sind aufgrund der hohen Batteriekosten für viele unerschwinglich.

    Die Strategie von BMW und Daimler auf Hybrid und vielen anderen Antriebsarten im Baukastenprinzip zu setzen halte ich für strategisch hervorragend.

  • ...2008 hätte das Jahr des Umbruches sein können..jedoch Nein..diese Regierung ob SPD oder CDU musste ja den Verkauf des Verbrennungsmotors mit (Verschrottungs)Prämie fördern nur um das Geschäft stabil zu halten, welch eine Geldverbrennung, ebenso der Unsinn Opel (GM) zu retten. Alles Gelder die man hätte in die Zukunft investieren können.