James Murdoch Der Mann, der in Elon Musks Fußstapfen treten könnte

Der Murdoch-Sohn gibt mehrere Chefposten auf und ist jetzt plötzlich als Chairman von Tesla im Gespräch. Noch dementiert Elon Musk.
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James Murdoch möglicher Nachfolger von Elon Musk Quelle: Bloomberg
Musk-Nachfolger

James Murdoch hat die besten Chancen, Elon Musk auf dem Posten des Chairman von Tesla zu beerben.

(Foto: Bloomberg)

New YorkDer Mann hat ein Luxusproblem: James Murdoch verfügt über Milliarden, hat aber kaum etwas zu tun. Nun ist der 45-Jährige als möglicher Chairman des Elektro-Autobauers Tesla im Gespräch. Der Sohn des Medien-Unternehmers Rupert Murdoch gehört bereits seit 2017 als unabhängiges Mitglied dem Tesla-Verwaltungsrat an.

Einen Bericht der „Financial Times“, nach dem Murdoch die besten Chancen hat, Elon Musk auf dem Posten des Chairman zu beerben, hat Musk zwar auf Twitter als „inkorrekt“ bezeichnet. Aber die Spekulationen, wie James Murdoch in Zukunft seine Zeit verbringen will, gehen weiter. Schließlich hat er in diesen Wochen gleich zwei wichtige Posten aufgegeben.

Da der von der Familie kontrollierte Medienkonzern 21st Century Fox gerade große Teile an Disney verkauft hatte, kündigte James Murdoch an, dass er das Unternehmen verlassen werde. Die verbleibende, deutlich kleinere Fox-Gruppe mit dem Nachrichten-Geschäft wird in Zukunft der ein Jahr ältere Bruder Lachlan leiten. Bis Anfang dieser Woche saß James Murdoch zudem noch im Aufsichtsrat des britischen Satellitensenders Sky.

Den Sender hatte Rupert Murdoch 1989 gegründet, und James hatte ihn zwischenzeitlich auch als Vorstandschef geführt. Doch zuletzt hat dort das US-Unternehmen Comcast die Mehrheit übernommen und Fox daraufhin seinen 39-prozentigen Anteil verkauft. Bisher wurde vor allem darüber spekuliert, dass James Murdoch ein eigenes Unternehmen gründen oder in digitale Medien investieren will.

Der ehemalige Fox-Chef ist in London geboren und besitzt neben dem britischen auch den US-amerikanischen Pass. Er ist das vierte Kind des 87-jährigen Medienmilliardärs – und galt als das aufgeweckteste, aber auch das rebellischste. Nachdem er sein Studium in Harvard abgebrochen hatte, stieg er in das väterliche Unternehmen ein und machte dort schnell Karriere. Politisch ist James Murdoch weniger konservativ als sein Vater.

Er gehört zu den Spendern der Clinton Foundation von Ex-Präsident Bill Clinton, für die auch seine Frau arbeitet. Die Spekulation über einen möglichen Chairman-Posten bei Tesla gründen sich auch darauf, dass Musk bis Mitte November einen unabhängigen Chairman ernennen muss. Der Auto-Pionier hatte dieses Amt neben seinem Job als Vorstandschef inne.

Vor zwei Wochen hatte Musk sich mit der US-Börsenaufsicht SEC geeinigt, den Posten des Chairman-Posten zu verlassen. Der Grund: Musk hatte am 7. August per Twitter Teslas Abschied von der Börse angekündigt. Er nannte sogar einen konkreten Aktienkurs von 420 Dollar, bei dem das Unternehmen von der Börse genommen würde. Die Finanzierung dafür sei „gesichert“, twitterte er.

Doch wie sich später herausstellte, entsprach vor allem der Zusatz zur angeblich gesicherten Finanzierung nicht der Wirklichkeit. Deshalb musste die SEC einschreiten.

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