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Japan Mutmaßliche Fluchthelfer von Ex-Manager Ghosn bekennen sich schuldig

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Ghosn mit einem Privatjet außer Landes gebracht zu haben. Die beiden Amerikaner bekannten sich nun schuldig.
14.06.2021 - 13:09 Uhr Kommentieren
Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Quelle: Reuters
Carlos Ghosn

Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen.

(Foto: Reuters)

Tokio Zwei in Japan angeklagte Amerikaner, die dem früheren Autoboss Carlos Ghosn zu seiner spektakulären Flucht aus Japan verholfen haben sollen, haben sich vor ihrem Prozessauftakt schuldig bekannt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag zum Prozessauftakt meldete, hätten die beiden Männer, bei denen es sich um Vater und Sohn handele, die Anklage als zutreffend bezeichnet. Sollten sie der Unterstützung eines Straftäters schuldig gesprochen werden, droht den beiden Haft von bis zu drei Jahren.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Ghosn in einer Kiste, die für Musikinstrumente deklariert war, versteckt und per Privatjet außer Landes gebracht zu haben – wissend, dass dies gegen Ghosns Kautionsauflagen verstößt. Ghosn war auf diese Weise zunächst in die Türkei und dann nach Beirut gelangt. Der ehemalige Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden.

Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh dann Ende Dezember unter abenteuerlichen Umständen in den Libanon. Dort geißelte er Japan in einer Wutrede. Ghosn wies alle Vorwürfe zurück und sprach von einer Verschwörung. Er besitzt neben der französischen auch die libanesische und brasilianische Staatsbürgerschaft.

Japan bemüht sich bei der libanesischen Führung um die Auslieferung des geflohenen früheren Autobosses. Japan hat mit den USA ein Auslieferungsabkommen – mit dem Libanon nicht. Die dortigen Behörden verhängten im Januar allerdings eine Ausreisesperre gegen ihn. Seine mutmaßlichen Fluchthelfer waren im US-Bundesstaat Massachusetts wegen Fluchtgefahr zum Zwecke der Auslieferung nach Japan festgenommen worden. Zudem gibt es noch einen weiteren mutmaßlichen Fluchthelfer.

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