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Japanischer Elektronikkonzern 11.000 Jobs bei Sharp bedroht

Weil der japanische Elektronikkonzern dringend neue Kredite braucht, will er massiv Stellen streichen sowie die Gehälter senken. Außerdem will Sharp sich stärker auf die Smartphone- und Tablet-Produktion konzentrieren.
25.09.2012 - 14:43 Uhr Kommentieren
Sharp-Fernseher in einem Elektronikgeschäft in Tokio. Quelle: Reuters

Sharp-Fernseher in einem Elektronikgeschäft in Tokio.

(Foto: Reuters)

Tokio Der angeschlagene japanische Elektronikhersteller Sharp muss einem Medienbericht zufolge 11.000 Jobs streichen. Außerdem werde der Konzern Unternehmensteile verkaufen und die Gehälter kürzen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Sie berief sich dabei auf einen Plan, den das Unternehmen seinen größten Gläubigerbanken am Montag präsentiert hat. Im Gegenzug für die drakonischen Sparmaßnahmen könnte Sharp demnach neue Kredite über 360 Milliarden Yen (3,57 Milliarden Euro) erhalten.

Der Plan zum Konzernumbau sieht dem Bericht zufolge eine Neustrukturierung des Geschäfts mit LCD-Bildschirmen vor. Zudem solle die Abteilung für kleine Bildschirme, die für mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-Computer gedacht sind, gestärkt werden. Dagegen wird das Solarzellengeschäft den Angaben zufolge größtenteils aufgegeben. Gestrichen werden soll demnach jede fünfte der 57.000 Stellen weltweit. Laut Kyodo könnten in Japan mindestens 3000 Stellen betroffen sein. Tausende weitere könnten demnach wegfallen, indem Sharp Montage-Fabriken in Mexiko, China und Malaysia verkauft.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Sharp einen Verlust von 376,1 Milliarden Yen (3,7 Milliarden Euro) eingefahren. Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen 250 Milliarden Yen Verlust. Im August kündigte Sharp deshalb bereits an, 5000 Jobs zu streichen.

Sharp verhandelt derzeit mit dem Mutterkonzern des Technologie-Zulieferers Foxconn, Hon Hai, über einen Einstieg der Taiwaner in den Konzern. Hon Hai soll einen Anteil von 9,9 Prozent von Sharp für 66,9 Milliarden Yen erhalten. Das Geschäft wurde allerdings schon im Frühling vereinbart; der Wert der Sharp-Aktien ist seither um rund zwei Drittel gefallen. Die Nachverhandlungen ziehen sich deshalb allerdings hin.

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