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Jean-Dominique Senard Der Renault-Chef muss nun die Zweifler beruhigen

Der Renault-Chef muss erneut beweisen, dass er erfolgreich ein großes Unternehmen führen kann. Priorität habe der Wiederaufbau einer starken Allianz.
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Der Präsident von Renault war zuvor Chef bei Michelin. Quelle: dpa
Jean-Dominique Senard

Der Präsident von Renault war zuvor Chef bei Michelin.

(Foto: dpa)

ParisAngeschlagen und verunsichert wirkt Jean-Dominique Senard, als er am Mittwoch in Paris vor die Hauptversammlung von Renault tritt. Der Chef des Autoherstellers hat in den vergangenen Tagen viel einstecken müssen: Die Fusion mit Fiat Chrysler, die er energisch betrieben hat, ist gescheitert. Die Verbindung zu Nissan, Partner in der Allianz, ist äußerst gespannt – Nissan hat eine Verschmelzung mit Renault, die Senard angeregt hatte, abgelehnt. Die angestrebte Verbindung mit Fiat Chrysler machte die Japaner misstrauisch.

Bei Renault ist zuletzt so viel schiefgelaufen, dass die einflussreiche Wirtschaftszeitung „Les Échos“ an der „Kompetenz der Führungsmannschaft“ zweifelt. Zweifel hat wohl auch die Regierung. Sie fürchtet, dass Senards Vorgehen Schaden anrichten könnte. „Höchste Priorität für Renault hat die Festigung der Allianz mit Nissan“, rief Wirtschaftsminister Bruno Le Maire dem Management öffentlich zu.

Senard will nun beweisen, dass er die Botschaft verstanden hat. Etwas unvermittelt beginnt er in Paris seine Rede mit einem Bekenntnis: „Meine Priorität ist der Wiederaufbau einer starken Allianz.“ In seiner Rede erwähnt er mit keinem Wort den gescheiterten Fusionsversuch. Stattdessen rechtfertigt der 66-Jährige sich indirekt.

„Ich habe nicht darum gebeten, Präsident von Renault zu werden“, sagt er. Auf dem Höhepunkt der Affäre um seinen Vorgänger Carlos Ghosn wurde Senard gerufen. Er ist erst seit Januar im Amt, muss von den Aktionären noch zum ersten Mal in den Verwaltungsrat gewählt werden. Beim Reifenhersteller Michelin hat er bereits bewiesen, dass er ein großes Unternehmen führen kann.

Mehr: Mit Renault wollte Fiat Chrysler einen globalen Champion der Autoindustrie schmieden. Doch daraus wird nichts. Beide Seiten schieben sich die Schuld für die geplatzte Autoehe zu.

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