Johnson Controls kauft Tyco Nächster Milliardendeal in den USA steht an

In den USA gibt es die nächste milliardenschwere Übernahme. Der Autozulieferer Johnson Controls kauft den Mischkonzern Tyco International. Beweggrund hinter dem Deal sind offenbar Steuerersparnisse.
Update: 25.01.2016 - 15:32 Uhr
Der Autozulieferer übernimmt den Mischkonzern Tyco International. Quelle: dpa
Werk von Johnson Controls in Hannover

Der Autozulieferer übernimmt den Mischkonzern Tyco International.

(Foto: dpa)

New YorkDer US-Autozulieferer Johnson Controls übernimmt den irischen Brandschutz-Anbieter Tyco und verlegt seine Zentrale in das Niedrigsteuer-Land. Das Management beider Unternehmen, die zusammen auf rund 32 Milliarden Dollar Jahresumsatz kommen, habe der Fusion bereits zugestimmt, teilte Johnson am Montag mit.

Johnson hat rund 130.000 Mitarbeiter und konkurriert unter anderem mit den deutschen Konzernen Continental und Bosch. Tyco ist in Deutschland unter anderem mit der Marke „Total Walther“ bekannt und hat 57.000 Beschäftigte. Der Konzern sieht sich als weltweit größtes Unternehmen, das ausschließlich auf Brandschutz und Sicherheit spezialisiert ist.

Durch den Zusammenschluss erwarten die beiden Konzerne Einsparungen von mehr als 500 Millionen Dollar binnen drei Jahren durch Synergien und von weiteren 150 Millionen Dollar durch Steuervorteile. Johnson-Aktien notierten vorbörslich kaum verändert, Tyco stiegen um zehn Prozent.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Die bisherigen Aktionäre von Johnson sollen 56 Prozent an dem neuen Unternehmen halten und zudem eine Zuzahlung von 3,9 Milliarden Dollar bekommen. Die bisherigen Tyco-Anteilseigner würden die übrigen 44 Prozent halten, hieß es zu den Details der Transaktion. Das entspreche einem Aufschlag von elf Prozent auf den letzten Tyco-Aktienkurs vom Freitag. Johnson war zuletzt an der Börse mit etwa 23 Milliarden Dollar bewertet, Tyco mit 13 Milliarden. Seit Anfang 2015 haben Johnson-Aktien an der Börse etwa ein Viertel ihres Wertes eingebüßt, Tyco waren um 30 Prozent gefallen.

In der Vergangenheit hatten wiederholt US-Unternehmen versucht, mit dem Kauf irischer Unternehmen und der Verlegung des Konzernsitzes dorthin Steuern zu sparen. US-Präsident Barack Obama will als Reaktion darauf die amerikanischen Steuergesetze verschärfen.

  • rtr
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