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Joint Venture mit Bosch Siemens will Haushaltsgeräte aufgeben

Haushaltsgeräte gehören für Siemens-Chef Kaeser nicht zu den Kernaktivitäten des Konzern. Die Münchener wollen sich laut einem Medienbericht aus dem Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte zurückziehen.
Update: 28.05.2014 - 07:13 Uhr 2 Kommentare
Siemens-Kaffeemaschine: Die Münchner wollen aus Bosch Siemens Hausgeräte aussteigen. Quelle: dapd

Siemens-Kaffeemaschine: Die Münchner wollen aus Bosch Siemens Hausgeräte aussteigen.

(Foto: dapd)

Frankfurt Siemens will einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) möglichst schnell verkaufen. Sollte Bosch nicht bald ein Angebot für die Anteile der Münchner auf den Tisch legen, könne das Paket von 50 Prozent auch an einen anderen Investor wie Samsung aus Korea verkauft werden, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) am Dienstagabend vorab ohne Quellenangabe.

Die Transaktion habe eine Größenordnung von mindestens fünf Milliarden Euro. Angesichts der strategischen Bedeutung für den Bosch-Konzern dürfte Siemens einen saftigen Aufschlag verlangen, berichtete die Zeitung weiter.

Siemens lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Bosch-Sprecher sagte, Gerüchte kommentiere der Konzern nicht.

Was mal alles Siemens war
Osram startet an der Börse
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Osram

Wolfgang Dehen freut sich über die Erstnotiz der Aktie der Osram Licht AG. Das Unternehmen gehörte lange Siemens und ging 2013 als eigenständiges Unternehmen an die Börse – die Siemens-Aktionäre wurden beteiligt. Der erste Kurs lag am 8. Juli 2013 bei 24,00 Euro. Derzeit fährt der Hersteller einen Sparkurs und streicht Stellen.

(Foto: dpa)
Siemens will sechs Milliarden Euro sparen
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Siemens Hausgeräte

Die bekannten Waschmaschinen, Kaffeeautomaten oder Staubsauger mit dem Siemens-Logo stammen in der Regel vom Gemeinschaftsunternehmen Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), das bereits seit 1967 existiert. Im Jahr 2013 stieg der BSH-Umsatz um 7 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Inzwischen hat sich Siemens aus dem Geschäft ganz zurückgezogen und die Anteile für drei Milliarden Euro an den Partner Bosch verkauft.

(Foto: dapd)
Gigaset bilanziert zweites Quartal
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Gigaset

Das Geschäft mit schnurlosen Telefonen hat Siemens im Jahr 2008 an den Finanzinvestor Arques verkauft, der seit 2011 als Gigaset AG firmiert. Ein Streit über den Verkaufspreis zog sich bis weit in das Jahr 2010 hin, Siemens verzichtet schließlich wohl auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

(Foto: dapd)
huGO-BildID: 8061727 ** ARCHIV ** Ein Stopschild ist am 28. Sept. 2006 in Kamp-Lintfort an einer Produktionshalle des Handy-Herstellers BenQ zu sehe
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Siemens Mobile

Der Verkauf der Handy-Sparte an den taiwanischen Elektronikkonzern 2005 war für Siemens ein unrühmliches Kapitel. Das Rennen mit Branchengrößen wie Nokia konnte Siemens nicht mithalten, doch auch unter den neuen Besitzer hatte das Unternehmen keine Zukunft. Die Firma mit etwa 7000 Mitarbeitern stellte Ende 2006 die Produktion ein.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 31796967 FILES - A general view of Nokia Siemens Networks in Espoo on November 23, 2011. Finnish telecom equipment maker Nokia is buying
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Siemens Networks

Das Geschäft mit der Ausrüstung für Telefonnetze brachte Siemens im Jahr 2007 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein. Nokia Siemens Networks machte danach etliche Sparrunden durch. Anfang Juli kündigte Siemens den Verkauf seines 50-Prozent-Anteil für 1,7 Milliarden Euro an Nokia an.
Siemens hatte bereits seit langem den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen gesucht. Mit dem Verkauf des NSN-Anteils treibe das Unternehmen die „Fokussierung auf unser Kerngeschäft weiter konsequent voran“, teilte Joe Kaeser, damals Siemens-Finanzvorstand, mit.

(Foto: AFP)
Employees are pictured inside a clean room of German semiconductor manufacturer Infineon in Regensburg
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Infineon

Ähnlich wie Osram erging es auch der Chipsparte von Siemens. Sie wurde aber bereits zum Höhepunkt des Börsenbooms Anfang 2000 unter dem Namen Infineon an die Börse gebracht. Zunächst hielt Siemens noch einen Großteil der Aktien, gab diese aber bis 2006 alle ab. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Infineon 3,9 Milliarden Euro Umsatz und 432 Millionen Euro Gewinn mit den auch zukünftig fortgeführten Unternehmensteilen.

(Foto: Reuters)
Epcos-Quartalszahlen unter Erwartung
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Epcos

Im Sommer 2008 verkündete der japanische Technik-Konzern TDK den Kauf von Epcos, einer ehemaligen Siemenssparte. Der Kaufpreis betrug etwa eine Milliarde Euro. Siemens hatte den Hersteller passiver Elektronikbauteile im Jahr 1999 gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Matsushita an die Börse gebracht. Im Jahr 2012 beschäftigte Epcos etwa 23.600 Mitarbeiter. Seit 2009 ist die Firma nicht mehr an der Börse geführt.

(Foto: dpa)

Dem Bericht zufolge feilschen die beiden bisherigen Partner um die Konditionen. Dabei gehe es um die weitere Nutzung der Markenrechte, um die Bewertung der Anteile und damit letztlich um den Preis des Siemens-Anteils. BSH mit Marken wie Gaggenau, Neff und Constructa erlöste im vergangenen Jahr 10,5 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn sank durch die Kosten für den Rückruf brandgefährdeter Geschirrspüler auf gut 500 Millionen Euro.

Siemens wolle bei dem 1967 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen aussteigen, da Hausgeräte nicht zu den Kernaktivitäten des Konzern gehören, berichtete die Zeitung. Erwartet werde, dass Siemens spätestens mit dem Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 am 30. September eine Lösung erreicht haben will.

Der Konzern durchläuft unter Firmenchef Kaeser derzeit einen radikalen Umbau, bei dem auch 10.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Ab Oktober will er die von seinem Vorgänger eingeführte Einteilung des Unternehmens in vier Sektoren wieder aufheben. Für seine Hörgerätesparte plant Siemens einen Börsengang.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Joint Venture mit Bosch: Siemens will Haushaltsgeräte aufgeben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ein Finanzkonzern hat ja auch im Elektrogerätemarkt nichts verloren. Das Gleiche gilt auch für Siemens-Hauptkonkurenten GE.

  • Das sollten die auch. Wenn man Qualität produzieren würde dann würd ich dem Laden ja nachweinen. Aber wenn ich mir mein Hausgeräte inventar ansehe (Großteils Siemens) dann muss ich sagen: Kauf lieber eine Beko Maschine, die kostet 30% weniger und hält genau so lange. Ich wär in Zukunft ohnehin auf Miele umgestiegen. Diese Firmen wollen sich Messen mit B und C Brands, statt mehr auf Qualität zu setzen. Ein großer Fehler! Das Siemens aufgribt auch ein großer Fehler.