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Kabel-Spezialist Leoni hebt die Dividende kräftig an

Es läuft gut für Leoni: Der Autozulieferer konnte seinen Gewinn 2017 fast verdreifachen – auch die Dividende steigt.
Update: 20.03.2018 - 12:52 Uhr Kommentieren
Die Aktiengesellschaft mit Sitz in Nürnberg beschäftigt etwa 79.000 Menschen. Quelle: dpa
Leoni

Die Aktiengesellschaft mit Sitz in Nürnberg beschäftigt etwa 79.000 Menschen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Nürnberger Kabel- und Bordnetz-Spezialist Leoni will nach überstandener Krise in den nächsten drei Jahren neue Fahrt aufnehmen. Im laufenden Jahr werde das Wachstum mit einem Umsatz von fünf (2017: 4,9) Milliarden noch verhalten ausfallen, sagte Finanzvorstand und Interimschef Karl Gadesmann am Dienstag in Frankfurt.

Von 2020 an seien aber wieder – wie regelmäßig vor der Sanierung der Bordnetz-Sparte – zweistellige Zuwachsraten zu erwarten. Allein für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge seien 2017 neue Aufträge über 1,5 Milliarden Euro hereingekommen, dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) sieht Gadesmann 2020 mit „mindestens einer Fünf vor dem Komma. Es darf auch ein bisschen mehr sein.“ 2017 schaffte Leoni 4,6 Prozent.

Das Traditionsunternehmen, das 80 Prozent des Umsatzes mit der Autoindustrie erwirtschaftet, setzt auch auf „intelligente Kabel“, die etwa selbst vor Kabelbränden im Zug oder Flugzeug warnen und das System abschalten.

„Das Kabel ist keine Blackbox mehr“, sagte Vorstandsmitglied Bruno Fankhauser. Bis sich das auch im Umsatz nennenswert niederschlägt, werde es aber „noch ein bisschen dauern“. Die notwendigen Fähigkeiten dafür will sich Leoni auch durch kleine Übernahmen an Bord holen.

Im vergangenen Jahr hatte sich das Ergebnis deutlich erholt. Der Nettogewinn hat sich auf 144 Millionen Euro verzwölffacht, das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um 29 Prozent auf 207 Millionen Euro. Die Dividende, die in der Krise auf 50 Cent je Aktie halbiert worden war, soll für 2017 auf 1,40 Euro fast verdreifacht werden. Das trieb die Aktie um zwei Prozent nach oben.

Für 2018 hat sich Leoni ein Ebit von 215 bis 235 Millionen Euro vorgenommen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch von Sondererträgen von 30 Millionen Euro profitiert, vor allem durch den Verkauf des Geschäfts mit der Verkabelung von Haushaltsgeräten.

Nach dem vorzeitigen Rückzug des langjährigen Vorstandschefs Dieter Belle hatte Leoni in der vergangenen Woche mit dem Osram-Manager Aldo Kamper einen Nachfolger gefunden. Er soll möglichst schon vor Oktober antreten. Gespräche mit seinem bisherigen Arbeitgeber laufen.

  • rtr
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