Kalibranche K+S-Aktie stürzt nach Produktionsstopp in Kanada ab

Am Montag hat das Handelsblatt über Produktionsprobleme in einem kanadischen K+S-Werk berichtet. Die Aktie des Kaliproduzenten geht auf Talfahrt.
Update: 19.06.2018 - 13:23 Uhr Kommentieren
K+S-Aktie stürzt nach Produktionsstopp in Kanada ab Quelle: K+S
K+S in der kanadischen Provinz Saskatchewan

Im Werk Bethune kann K+S pro Jahr bis zu zwei Millionen Tonnen Kaliumchlorid fördern. Vergangene Woche musste die Produktion wegen Reparaturarbeiten für vier Tage gestoppt werden.

(Foto: K+S)

FrankfurtProbleme bei der Kaliproduktion in Kanada haben die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Titel des M-Dax-Unternehmens sanken am Morgen zeitweise um bis zu 3,8 Prozent auf 21,69 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit drei Monaten.

Auslöser für den Kursrutsch war ein Bericht des Handelsblatts, in dem der für das operative Geschäft zuständige K+S-Vorstand Mark Roberts Belastungen für das operative Ergebnis im zweiten Quartal voraussagte ¬ wegen des Produktionsstillstands und vorhergehender Bahnstreiks in Kanada. „Die Einbußen der K+S-Aktie spiegeln die Sorge der Investoren wider, dass die Quartalszahlen nun deutlich schlechter ausfallen könnten. Man muss aber sagen, dass ein Produktionsausfall von vier Tagen nichts Ungewöhnliches ist bei einer Großanlage, die noch hochgefahren wird", kommentierte Analyst Markus Mayer von der Baader Bank die Börsenreaktion.

Konkret musste bei dem Kaliwerk Bethune ein Schornstein repariert werden, weswegen die Produktion aus Sicherheitsgründen vergangene Woche für knapp vier Tage gestoppt worden war. Mittlerweile läuft der Betrieb aber wieder.

Zudem ist Roberts mit der Qualität der Produkte des im vergangenen Jahr hochgefahrenen Werks noch nicht zufrieden, hier arbeiten die Ingenieure seinen Worten zufolge an der Nachbesserung.

Wie stark die Probleme im Werk in Kanada das Ergebnis von K+S beeinträchtigen werden, dazu macht Roberts keine Angaben. An der Prognose, die der Konzern zuletzt für die Kalisparte wie auch für das gesamte Unternehmen ausgegeben hat, hält der Konzern jedenfalls weiterhin fest: „Wir wollen unseren Umsatz spürbar und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber 2017 deutlich steigern“, sagte Roberts.

Im vergangenen Jahr erzielte K+S bei einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 577 Millionen Euro. An der Börse in Frankfurt erholten sich die Titel des M-Dax-Unternehmen im Laufe des Vormittags etwas und lagen mittags noch um zwei Prozent im Minus.

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