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Kampf um das Flottengeschäft Autobauer enthüllen neue Mittelklasse

Der VW Passat, das meistverkaufte Modell in dem Segment, bekommt in der Business-Klasse neue Konkurrenz: In Paris präsentieren vor allem die Franzosen ihre Hoffnungsträger, die der deutschen Konkurrenz das Leben schwerer machen sollen.
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Der Volvo S60: Durch zahlreiche neue Modelle der Mittelklasse kommt Bewegung in den Markt. Quelle: ap

Der Volvo S60: Durch zahlreiche neue Modelle der Mittelklasse kommt Bewegung in den Markt.

(Foto: ap)

PARIS/FRANKFURT/HAMBURG. Das Kräftemessen in der automobilen Business-Klasse geht in eine neue Runde. Zum Auftakt des Pariser Autosalons gehen diese Woche gleich mehrere große Hersteller mit neuen Modellen ins Rennen um die betuchte Mittelklasse-Kundschaft. Dort gibt bisher Europas größter Autobauer Volkswagen mit einem seiner wichtigsten Modelle den Ton an: dem Passat. Damit das auch so bleibt, stellen die Wolfsburger in Paris eine neu eingekleidete Version von Deutschlands meistverbreitetem Dienstwagen vor.

Aber die Niedersachen treffen auf neue Konkurrenz: Mit dem Modell 508, das ebenfalls in Paris Weltpremiere feiert, will der französische Hersteller Peugeot in den lukrativen Markt zurückkehren, der von Firmenkunden dominiert wird. "Jetzt investieren die Unternehmen wieder, es gibt auch wieder mehr Dienstreisen", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.

In dem oftmals totgesagten Markt für Mittelklassewagen kommt damit neue Bewegung. Neben VW und Peugeot stehen auch zahlreiche andere Hersteller mit neuen Modellen in den Startlöchern. So schickt der jüngst übernommene Autobauer Volvo mit dem S60 ein neues Modell ins Rennen, Renault kommt mit dem Korea-Ableger Latitude und auch die Premiumhersteller BMW und Mercedes bringen im kommenden Jahr neuen Schwung ins Segment: Mercedes präsentierte bereits zu Jahresanfang die überarbeitete C-Klasse und stellt in Paris den neuen CLS vor. Die Bayern kontern im nächsten Jahr mit der Neuauflage des BMW 3er. Es wird damit wieder enger im Segment zwischen Kompakt- und Oberklasse.

Für die Konzerne geht es um viel. Noch immer sind vier der zehn bestverkauften Autos Mittelklassewagen. "Bei den großen Mittelklassewagen wird die Schlacht im Flottengeschäft geschlagen", sagt Autoexperte Christoph Stürmer vom Brancheninstitut Global Insight. 60 bis 70 Prozent der Verkäufe des Passat gingen auf dieses Konto.

Gerade angesichts des Einbruchs des Privatkundengeschäfts im Jahr Eins nach der Abwrackprämie gewinnt das milliardenschwere Geschäft mit Firmenkunden zunehmende Bedeutung. Allein mit Firmenwagen werden in Deutschland in diesem Jahr laut Berechnungen von Car Research über 20 Milliarden Euro Umsatz erzielt.

Entsprechend groß ist der Ehrgeiz der Unternehmen in diesem Segment - zumal die Margen in der Klasse noch immer höher sind als bei kleineren Fahrzeugen. Der VW Passat ist mit nur geringem Abstand zum Bestseller Golf das zweitwichtigste Auto des Konzerns. Volkswagen positioniert den Platzhirsch nun mit einer neuen Frontpartie, die sich an dem beim neuen Golf eingeführten Designstil orientiert, gegen die Gegner.

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  • Der größte Wettbewerber kommt dagegen aus eigenem Hause mit dem Modell des SKODA Superb, welches 2009 den Markteintritt hatte. Das der SUPERb auch heute gegenüber dem neuen PASSAT noch Top im Vergleich ist, zeigen auch bilder des innenraumes und des Armaturenträgers. Wem der PASSAT hier zu nüchtern daherkommt, kann einen emotionaleren SUPERb mit hohen Eleganzwerten ins Auge fassen.