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Kartellämter stimmen zu BASF darf Ciba schlucken

Der Chemieriese BASF hat freie Bahn bei der milliardenschweren Übernahme von Ciba: Nach der EU segnete am Donnerstagabend auch die US-Kartellbehörde FTC unter Auflagen das Geschäft ab.

HB WASHINGTON/FRANKFURT. Der Chemieriese BASF hat freie Bahn bei der milliardenschweren Übernahme von Ciba: Nach der EU segnete am Donnerstag auch die US-Kartellbehörde FTC unter Auflagen das Geschäft ab. Der Ludwigshafener Konzern habe zugestimmt, innerhalb von sechs Monaten Vermögenswerte zu verkaufen, die im Zusammenhang mit zwei Pigment-Geschäften stünden, teilte die FTC mit. Damit würden die Wettbewerbsbedenken ausgeräumt. Die EU-Kartellwächter hatten dem Konzern vor rund drei Wochen die Abtrennung von kleineren Geschäftsteilen mit einem Volumen von weniger als 100 Mio. Euro Jahresumsatz auferlegt. BASF zufolge gehen die Auflagen der FTC nicht über die Forderungen der EU hinaus.

Auch die chinesische Wettbewerbsbehörde MOFCOM machte BASF inzwischen den Weg für die Übernahme frei - und dies ohne Bedingungen, wie eine BASF-Sprecherin sagte.

Die Übernahme der Schweizer Spezialchemiefirma Ciba kostet BASF nach früheren Angaben 6,1 Mrd. Franken (3,8 Mrd. Euro). Neben dem US-Katalysatoren-Hersteller Engelhard ist Ciba der größte Firmenkauf in der BASF-Geschichte. Mit Ciba will BASF vor allem sein Spezialchemiegeschäft ausbauen, das höhere Margen abwirft als das Geschäft mit Massenchemikalien.

Eine wichtige Auflage der EU-Kommission hat der Konzern bereits erfüllt. Vereinbart wurde, dass das italienische Unternehmen Sabo das Ciba-Geschäft mit dem Lichtstabilisator Hals erwirbt. Solche Substanzen schützen Kunststoffe vor schädlichen Einflüssen durch UV-Strahlung.

BASF zufolge sind nun alle Voraussetzungen erfüllt, um die Ciba-Übernahme unter Dach und Fach zu bringen. Am 9. April sollen jetzt die angedienten Ciba-Aktien auf BASF übertragen und Ciba-Aktionären die vereinbarten 50 Franken je Aktie ausgezahlt werden. Der Ludwigshafer Konzern wird dann etwa 95,8 Prozent der Anteile an Ciba halten.

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