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Kartellamt muss noch zustimmen Geschwister Herz steigen groß bei Puma ein

Die Vermögensverwaltung der ehemaligen Tchibo-Miteigentümer Günter und Daniela Herz ist mit fast 17 Prozent beim Sportartikelkonzern Puma eingestiegen und damit dessen größter Einzelaktionär.

HB FRANKFURT. Die Hamburger Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsfirma Mayfair habe sich am 2. Mai mit 16,91 Prozent an Puma beteiligt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Ein Anteil von 9,78 Prozent stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamts. Das Paket von 2,82 Millionen Aktien hat einen Börsenwert von mehr als 500 Millionen Euro. Von wem Mayfair die Anteile übernommen hat, teilte Puma nicht mit. Bisher war die Fondsgesellschaft Fidelity größter Einzelaktionär von Puma. Nach Reuters-Daten besaß sie zuletzt 6,91 Prozent.

An der Börse beflügelte der Einstieg von Mayfair die Fantasie der Anleger. Die Puma-Aktie schob sich mit einem Plus von 3,65 Prozent auf 189,26 Euro an die Spitze der Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Der Herz-Aktienanteil bringe Puma „bereits frühzeitig ins Rampenlicht zurück und sollte der Bewertung noch vor der Ankündigung im Juli Auftrieb geben“, schrieb die WestLB in einer Studie. Sie stufte die Aktien auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 214 Euro. In den letzten zwölf Monaten hatte die Puma-Aktie rund 14 Prozent an Wert verloren. „Wenn ein Großaktionär seine Anteile aufstockt, springen viele Investoren auf den Zug auf“, sagte Analyst Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Die Vermögensverwaltungsfirma betrachtet den Einstieg als Finanzinvestment. „Mayfair ist Aktionär und wird daher keinen Einfluss auf das operative Geschäft nehmen“, sagte Geschäftsführer Rainer Kutzner. Er betonte, Mayfair sei kein Investmentfonds, „sondern hier steckt eine private Unternehmerfamilie dahinter“. Das Engagement bei Puma sei langfristig ausgerichtet. „Wir haben herausgefunden, dass Puma ein sehr dynamisches Unternehmen ist mit einer sehr guten Marke, einem guten Management, und dass sich ein Investment lohnen könnte“, sagte Kutzner.

Über die Strategie, die mit der Investition verfolgt wird, machte Mayfair keine Angaben. Gefragt, ob die Vermögensverwaltung ihre Anteile aufstocken wolle, sagte Kutzner: „Wir wollen dazu nichts sagen.“

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