KMW-Nexter Panzerhersteller soll Interesse an Volvo-Militärgeschäft haben

Erst zu Beginn des Monats hat Volvo ihre Militärlastersparte zum Verkauf gestellt. Mit dem Panzerhersteller KMW-Nexter hat sich laut einem Bericht bereits ein ernsthafter Interessent gefunden.
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Der Nutzfahrzeug-Konzern will die Militärlastersparte veräußern. Interessenten sind zahlreich vorhanden. Quelle: Reuters
Volvo

Der Nutzfahrzeug-Konzern will die Militärlastersparte veräußern. Interessenten sind zahlreich vorhanden.

(Foto: Reuters)

MünchenDie deutsch-französische Panzerschmiede KMW-Nexter will einem Zeitungsbericht zufolge die Militärlastersparte der schwedischen Volvo kaufen. Mit dem Kauf wolle der bisher vor allem auf Panzer spezialisierte Hersteller sein Geschäft auf Lastwagen ausweiten, berichtete „Die Welt“ am Freitag unter Berufung auf Kenner des Vorgangs. Volvo hatte die Sparte „Governmental Sales“ erst Anfang November zum Verkauf gestellt.

Mit militärischen Lkw macht der Konzern bislang gut 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Segment beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter, davon viele in Frankreich, weil die Renault-Militärlasterproduktion auch zu Volvo gehört. KMW-Nexter wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Volvo erklärte, der Konzern habe den Verkaufsprozess erst jüngst aufgesetzt. „Wir haben bislang noch keinen Kontakt zu einem Bieter gehabt“, erklärte ein Sprecher. „Wir sind noch in der Beratungsphase. Die Gespräche mit den Gewerkschaften etwa sind noch nicht abgeschlossen.“ Als weitere Interessenten für die Volvo-Sparte werden die französische Thales und die deutsche Rheinmetall gehandelt.

KMW-Nexter versucht sich seit seinem Zusammenschluss vor etwa einem Jahr angesichts des immer schwieriger werdenden Geschäfts mit militärischen Landsystemen an einer Konsolidierung der europäischen Rüstungsbranche.

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