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KMW und Nexter Panzerbauer besiegeln ihre Fusion

Europas neuer Rüstungsriese: Durch ihren Zusammenschluss wollen sich Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann und Nexter gegen die US-Konkurrenz wappnen. KMW machte zuletzt die restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen.
Dem deutschen Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen. Quelle: AFP
Krauss-Maffei Wegmann (KMW)

Dem deutschen Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen.

(Foto: AFP)

Berlin Die Fusion des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit seinem französischen Rivalen Nexter zu einem der größten Rüstungskonzerne in Europa ist in trockenen Tüchern. Beide Unternehmen vollzogen nach eigenen Angaben am Dienstag ihren Zusammenschluss. Der neue Konzern hat 6000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von etwa zwei Milliarden Euro.

KMW und Nexter wollen mit dem Zusammenschluss besser gegen die Konkurrenz vor allem aus den USA gewappnet sein. Auch hofft KMW, dass die Fusion eine Harmonisierung der Rüstungsexportregeln in Europa auslösen könnte.

Dem Panzerbauer machte zuletzt eine restriktive deutsche Exportpolitik zu schaffen. Allerdings hatte das Bundeswirtschaftsministerium deutlich gemacht, dass die strengen deutschen Regeln auch dann gelten, wenn deutsche Zulieferungen oder deutsches Know-How in Produkte eines fusionierten Unternehmens im Ausland einflössen.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

(Foto: )
Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

(Foto: AFP)
Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

(Foto: Reuters)
Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

(Foto: dapd)
Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

(Foto: dapd)
Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

(Foto: ap)
Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

(Foto: dpa)

Nexter war bislang über die Holding GIAT in französischem Staatsbesitz, während KMW einer Familienholding gehört. Beide bündeln ihre Anteile nun in einer niederländischen Holding, an der jede Seite die Hälfte hält. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte einst auf „nationale“ Fusion von KMW mit Rheinmetall gedrängt, sich damit aber nicht durchgesetzt.

  • rtr
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