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Kohleproduzenten Kampf um Macarthur Coal geht in die nächste Runde

Der US-Konzern Peabody Energy erhöht erneut sein Übernahmeangebot für den heiß umworbenen australischen Kohleproduzenten Macarthur Coal auf rund 3,8 Milliarden Dollar. Nun liegt das Schicksal des Rohstoffkonzerns in den Händen der Großaktionäre.
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Eine Schippe drauf: Peabody Energy erhöht sein Übernahmeangebot für Macarthur Coal. Quelle: Reuters

Eine Schippe drauf: Peabody Energy erhöht sein Übernahmeangebot für Macarthur Coal.

(Foto: Reuters)

DÜSSELDORF/SYDNEY. Der amerikanische Kohleriese Peabody Energy legt im Bieterkampf um den australischen Konkurrenten Macarthur Coal nach. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat der weltweit größte börsennotierte Kohlekonzern sein Übernahmeangebot nachgebessert. Macarthur Coal (MCC) ist der weltweit größte Hersteller von per Seefracht transportierter, pulverisierter Injektionskohle, die vor allem zur Stahlherstellung benötigt wird.

Peabody bietet nun 16 australische Dollar für eine MCC-Aktie. Dies entspricht einem Gesamtangebot von 4,1 Mrd. australischen Dollar oder gut 3,8 Mrd. US-Dollar in bar. Damit hat der US-Konzern sein letztes Angebot von 14 australischen Dollar deutlich erhöht. Mit der Offerte war Peabody bei MCC ebenso abgeblitzt wie die australische Kohlegesellschaft New Hope. Diese hatte 2,7 eigene Aktien für jedes MCC-Papier geboten, was einem Kurs von 14,58 australischen Dollar entsprach. New Hope sei in erster Linie daran interessiert, „die beiden Firmen als australische Unternehmen zu erhalten“, sagte Chairman Rob Millner.

Interesse an MCC soll zudem der Rohstoffkonzern Xstrata signalisiert haben. Unbestätigten Berichten zufolge offeriert Xstrata vier Mrd. australische Dollar und hat den drei großen MCC-Aktionären eine Beteiligung am Xstrata-Kohlegeschäft angeboten.

Das Schicksal der Australier dürfte ohnehin größtenteils in den Händen seiner drei wichtigsten Teilhaber liegen: den Stahlherstellern Arcelor Mittal und Posco und der chinesischen Investmentgruppe Citic. Medienberichten zufolge wollen vor allem die Stahlproduzenten weiter einen Fuß im australischen Kohlegeschäft haben. Posco hatte bereits signalisiert, dass es seinen MCC-Anteil behalten will. Peabody sicherte den drei Großaktionären gestern zu, dass sie „ihre ökonomischen Interessen bei Macarthur Coal behalten können“.

Nachdem nun auch Xstrata um Macarthur wirbt, sah sich der australische Kohlekonzern gezwungen, eine für vergangenen Montag geplante Aktionärsversammlung auf die kommende Woche zu verschieben. An dem Treffen hätten die Macarthur-Aktionäre darüber abgestimmt, ob ihr Unternehmen selbst zum Käufer werden soll – des Konkurrenten Gloucester Coal. Diese Akquise hätte dazu führen können, dass die MCC-Interessenten ihre Angebote zurückziehen.

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