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Kohlestaub-Hersteller Macarthur akzeptiert Offerte

ArcelorMittal und Peabody Energy übernehmen den Kohlestaub-Hersteller Macarthur. Mit 16 australischen Dollar liegt der Preis je Aktie auch nach einer Aufstockung unter dem von Marcarthur angestrebten Wert.
30.08.2011 Update: 30.08.2011 - 11:25 Uhr Kommentieren
Ein Mitarbeiter geht neben einem Transportband der Marcarthur Coal's Coppabella Mine. Quelle: Reuters

Ein Mitarbeiter geht neben einem Transportband der Marcarthur Coal's Coppabella Mine.

(Foto: Reuters)

Melbourne/Sydney Die Rohstoffriesen ArcelorMittal und Peabody Energy haben sich mit ihrer milliardenschweren Kaufofferte für die australische Macarthur Coal durchgesetzt. Der weltgrößte Kohlestaub-Hersteller beugte sich nach längerem Widerstand dem Druck und akzeptierte am Dienstag das 4,9 Milliarden australische Dollar (3,6 Milliarden Euro) schwere Angebot der beiden Konzerne. Anders als von Macarthur gehofft, tauchte kein anderer Bieter auf, der bereit war, einen höheren Preis zu bezahlen. ArcelorMittal und Peabody hatten ihre zuletzt sogar feindliche Offerte jüngst um drei Prozent aufgestockt auf 16 australische Dollar je Aktie. Inklusive einer Dividendenzahlung beläuft sich das Angebot nun auf 16,16 australische Dollar.
Macarthur hatte bis zuletzt aber auf 18 australische Dollar je Papier gehofft.

Kohlestaub spielt bei der Stahlproduktion eine wichtige Rolle. In der Kohlebranche war es zuletzt wegen der boomenden Stahl-Nachfrage aus China zu zahlreichen Übernahmen gekommen.
Firmen aus der Volksrepublik, aus Indien sowie der ganzen Welt versuchen, sich Minen zu schnappen, um die Nachfrage der Stahlhütten bedienen zu können.

Der Kaufpreis für Macarthur beinhaltet einen Aufschlag von 44 Prozent auf den Schlusskurs vom 11. Juli. Das war der Tag, an dem sich die Firmen in der laufenden Übernahme erstmals an Macarthur gewandt hatten. ArcelorMittal hält schon jetzt 16 Prozent an den Australiern und hatte erstmals 2008 mit dem Gedanken gespielt, Macarthur zu übernehmen. Experten sagten, Macarthur habe sich nun dem Unausweichlichen gebeugt. „Auch wenn es möglich ist, dass ein besseres Angebot vorgelegt werden könnte, ist dies bis jetzt nicht geschehen und es gibt keine Sicherheit, dass es noch passiert“, teilte Macarthur mit. Dem Konzern zufolge haben sich noch einige andere Interessenten die Bücher angeschaut. Macarthur nannte jedoch keine Namen.

Anleger gehen offenbar nicht davon aus, dass es noch zu einem Bieterkampf kommt: Die Macarthur-Aktie legte um nur sieben Cent zu auf 15,87 australische Dollar.

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