Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Koki verkauft Autozulieferer geht an chinesischen Staatskonzern

Erneut kauft ein chinesischer Konzern ein deutsches Unternehmen – diesmal den Autozulieferer Koki aus Sachsen. Dieser will mit dem neuen Eigner Avicem seinen Aufstieg fortsetzen.
Kommentieren
Chinesische Investoren haben sich einen sächsischen Autozulieferer gesichert. Quelle: AFP

Chinesische Investoren haben sich einen sächsischen Autozulieferer gesichert.

(Foto: AFP)

NiederwürschnitzEin chinesischer Staatskonzern übernimmt den sächsischen Automobilzulieferer Koki Technik Transmission Systems. Das Unternehmen bekomme damit einen strategischen Investor, sagte ein Sprecher am Mittwoch. „Wir haben sehr darauf hingearbeitet.“ Die „Freie Presse“ (Mittwoch) hatte zuvor darüber berichtet. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben.

Das sächsische Unternehmen mit Sitz in Niederwürschnitz bei Stollberg produziert an fünf Standorten in Sachsen, China und Indien innere Schaltsysteme für Getriebe. „Der chinesische Investor bietet genau die Möglichkeiten, die wir brauchen, um uns weiterzuentwickeln“, so der Sprecher.

Das Unternehmen solle eigenständig bleiben. Nach den bisherigen Planungen sollen in den kommenden drei Jahren 50 Millionen Euro investiert werden. Zuletzt waren zwei Finanzinvestoren Hauptgesellschafter des Unternehmens. Es habe sich in dieser Zeit vom Teilefertiger zum Systemlieferanten entwickelt, hieß es. Im Geschäftsjahr 2012/2013 machte der Hersteller mit 785 Beschäftigten rund 115 Millionen Euro Umsatz.

Der chinesische Investor - Avic Electromechanical Systems (Avicem) - ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic). Die Firma beschäftigt weltweit rund 70.000 Mitarbeiter. Sie produziert elektromechanische Systeme für Luftfahrt- und Automobilindustrie. Avicem-Vorstandschef Jian Wang betonte laut Pressemitteilung, die Übernahme werde die Position von Avicem im Bereich Fahrzeugantriebstechnik stärken.

Chinesische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren vermehrt deutsche Firmen gekauft oder sich beteiligt. So hatte der Baumaschinenhersteller Sany das schwäbische Unternehmen Putzmeister übernommen, der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme, Kiekert. Der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power stieg beim Gabelstaplerhersteller Kion ein.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Koki verkauft - Autozulieferer geht an chinesischen Staatskonzern

0 Kommentare zu "Koki verkauft: Autozulieferer geht an chinesischen Staatskonzern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote