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Kommentar BP kauft US-Schieferölgeschäft von BHP – ein Mega-Deal, der nur Gewinner hat

Der britische Energiekonzern BP kauft das Schieferölgeschäft des australischen Minenkonzerns BHP. Der Deal dürfte sich lohnen – für beide Seiten.
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10,5 Milliarden Dollar hat BP für die Übernahme der Schieferöl- und Gasfelder von BHP aufgebracht. Quelle: Reuters
Ölkonzern BP

10,5 Milliarden Dollar hat BP für die Übernahme der Schieferöl- und Gasfelder von BHP aufgebracht.

(Foto: Reuters)

Es gibt nur wenige Deals, aus denen beide Seiten als Gewinner hervorgehen. Doch BP und BHP scheinen dieses Kunststück geschafft zu haben. Die beiden Unternehmen kündigten an, dass BP Schieferöl- und Gasfelder des australischen Minenkonzerns in den USA kaufen wird. Und trotz des beachtlichen Preises von 10,5 Milliarden Dollar dürfte sich das lohnen – sowohl für BP als auch für BHP.

Mit dem Zukauf erhöht der britische Energiekonzern auf einen Schlag seine Öl- und Gasressourcen an Land in den USA um 57 Prozent – und das in Zeiten, in denen die Rohstoffpreise gerade wieder anziehen. Das Permian-Becken in New Mexiko und Texas, in dem die verkauften BHP-Rechte liegen, zählt zu den Top-Adressen der Branche. Die dortigen Böden sind so prall mit den begehrten Rohstoffen gefüllt, dass sich die Besten der internationalen Branche das Angebot von BHP angeschaut haben sollen. BP war in der Region schon präsent, musste die Rechte jedoch nach der Katastrophe von Deepwater Horizon verkaufen, um die dadurch anfallenden Kosten zu finanzieren.

In angrenzenden Gebieten blieb BP aber aktiv – und das führt auch dazu, dass sich der Energiekonzern nun hohe Synergieeffekte ausrechnet. Nach Jahren des Sparens und Schrumpfens geht BP-Chef Bob Dudley wieder auf Wachstumskurs.

Doch für BHP hat der Deal ebenfalls Vorteile. Der Konzern hatte mit den Öl- und Gasfeldern im Süden der USA kein Glück: Kurz nach deren Übernahme 2011 für 20 Milliarden Dollar war der Ölpreis eingebrochen. BHP musste, lästert man in der Branche, mehr Geld in den Boden hineinpumpen, als an Öl und Gas wieder herauskam. Das war schon lange für BHP ein Problem, doch derzeit setzt der Investor Elliott Advisors dem BHP-Management die Pistole auf die Brust. Mit den Verkaufserlösen wird der Konzern versuchen, den berühmt-berüchtigten Investor loszuwerden.

Beide Unternehmen haken somit ein leidiges Kapitel ihrer Vergangenheit ab. Und das versteht man unter einem klassischen Win-win-Deal.

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