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Kommentar Die beste Lösung für Tesla und seine Anleger

Dass die SEC Elon Musk bestraft, ist richtig. Ein kompletter Abgang wäre nicht im Sinne des Schutzes der Anleger gewesen.
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Tesla-Chef Elon Musk spricht im Hauptquartier von Tesla. Musk kann nach einer Einigung mit der SEC Vorstandschef von Tesla bleiben, muss aber den Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat für mindestens drei Jahre abgeben. Auslöser für die Klage war das von Musk ausgelöste Chaos um einen angedeuteten Börsenrückzug von Tesla im August. Quelle: dpa
Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk spricht im Hauptquartier von Tesla. Musk kann nach einer Einigung mit der SEC Vorstandschef von Tesla bleiben, muss aber den Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat für mindestens drei Jahre abgeben. Auslöser für die Klage war das von Musk ausgelöste Chaos um einen angedeuteten Börsenrückzug von Tesla im August.

(Foto: dpa)

New York City Die Einigung zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der Börsenaufsicht SEC ist eine gute Nachricht. Für die Investoren, für das Unternehmen und für Musk selbst. Der Tesla-Gründer hat Mist gebaut, als er im August den Abschied von der Börse per Twitter ankündigte.

Daran besteht kein Zweifel. Es ist richtig, dass er dafür bestraft wird. Aber es ist auch gut, dass er sich mit der SEC neben der Geldstrafe auch darauf geeinigt hat, dass er bleiben darf, aber mehr Kontrolleure an die Seite gestellt bekommt.

Musk hat bewiesen, dass er ein Dilettant ist: Als er die geplante Privatisierung von Tesla twitterte, war der Schritt intern noch gar nicht beschlossen. Das Projekt war noch nicht ausgegoren und die Finanzierung stand - anders als von ihm behauptet - auch noch nicht. Damit hat Elon Musk den Aktienkurs nach oben getrieben, bevor er dann wieder nach unten sauste, als die Privatisierung wieder vom Tisch war. Das war ein klarer Fall von Kursmanipulation.

Die SEC musste als Aufsicht intervenieren. So ein dilettantisches Verhalten darf nicht ungeahndet bleiben. Im Sinne der Anleger. Eine hohe Geldstrafe hat Musk auf jeden Fall verdient. Aber die SEC hatte auch damit gedroht, dass er alle seine Ämter aufgeben muss. Das wäre fatal gewesen, denn damit hätten die Investoren noch viel mehr verlieren können als durch Musks unprofessionelle Kommunikation.

Kaum ein Unternehmen ist so eng mit seinem Vorstandsvorsitzenden verbunden wie Tesla. Musk ist nicht nur Gründer und CEO des E-Auto-Herstellers. Er ist die kreative Kraft hinter dem Unternehmen. Er ist Teslas Chef-Ingenieur, das Gesicht und der wichtige Vertriebsleiter. Der Freitag hat gezeigt, was die Anleger von der Perspektive halten, dass Tesla seinen Chef verliert: Die Aktie sauste zwischenzeitlich zwölf Prozent nach unten.

Musk muss nicht ersetzt, sondern kontrolliert werden. Genau das hat die SEC nun erreicht. Er muss nicht nur das Amt des Chairman abgeben. Es ziehen auch neue, unabhängige Personen in den Aufsichtsrat ein, der bisher stark von Freunden und Familie besetzt ist. Auch seine Kommunikation soll demnächst stärker kontrolliert werden.

Damit ihm so ein Fall wie die getwitterte Privatisierung nicht noch einmal passiert. Schließlich hat das nicht nur Investoren geschadet. Es führte auch dazu, dass Musk sich nun auf seine Verteidigung konzentrieren muss, statt auf die Produktion von Autos. Auch das war nicht im Sinne der Investoren.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Die beste Lösung für Tesla und seine Anleger"

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  • Zitat: ".....die Finanzierung stand - anders als von ihm behauptet - auch noch nicht...." - interessant, etwas, was die SEC noch untersuchen und beweisen wollte, wird hier vom Handelsblatt schon als Fakten zu verkauft! Angeblich weiß Sie da offenbar mehr als alle anderen! Nun, so mancher könnte hier ebenfalls Klage einreichen..... Aber was man sich als Journalist selbst heraus nimmt (Behauptungen aufstellen und Vermutungen als Fakten darstellen) billigt man anderen offenbar nicht einmal Ansatzweise zu! E.Musk hatte damals getwittert, dass er 'ÜBERLEGE' Tesla von der Börse zu nehmen weil es aus seiner Sicht besser für das Unternehmen sei, als sich ständig gegen die Finanzjongleure verteidigen zu müssen. Jetzt hat die SEC eine riesen Ankündigung gemacht (man wolle Musk das agieren als Unternehmer in den USA verbieten) und die Tesla Aktie zur Freude der Shortseller tief ins Minus getrieben (wo ist da die Verantwortung gegenüber de Aktionären?) aber letztlich auch nur heiße Luft produziert - die SEC darf das aber offensichtlich! Ich halte den Umgang insbesondere der Deutschen Medien mit Tesla für sehr bedenklich! Hier wird nur all zu gern jede Negativ-Meldung mit dicken Schlagzeilen kolportiert, egal was wirklich dran ist! Den Deutschen Autobau wird das nicht mehr retten!

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