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Kommentar Ein Abschwung sieht anders aus

Die Quartalssaison hat begonnen - und viele Dax-Unternehmen melden nahezu stagnierende oder sinkende Gewinne. Angst vor einem Abschwung braucht man trotzdem nicht zu haben.
27.10.2011 Update: 27.10.2011 - 11:59 Uhr 2 Kommentare
Bei den deutschen Unternehmen geht es zwar nicht mehr so rasant aufwärts wie noch vor ein paar Monaten, einen Abschwung brauchen sie dennoch nicht zu fürchten. Quelle: ap

Bei den deutschen Unternehmen geht es zwar nicht mehr so rasant aufwärts wie noch vor ein paar Monaten, einen Abschwung brauchen sie dennoch nicht zu fürchten.

(Foto: ap)

Auf den ersten Blick könnte man meinen: Jetzt erwischt es auch die erfolgsverwöhnten deutschen Konzerne. Die Gewinne steigen nicht mehr, so wie im dritten Quartal beispielsweise bei BASF, oder sie sinken gar, so wie bei Daimler. Der 2009 nach der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte so fulminant gestartete Boom geht offenbar zu Ende. Doch so einfach funktioniert Wirtschaft zum Glück nicht. Wenn die Gewinne nicht weiter steigen, aber noch ungebrochen sprudeln, dann heißt das keineswegs, dass dem Aufschwung jetzt der Abschwung folgt.

Bei Europas größtem Chemiehersteller BASF steigen die Gewinne deshalb nicht weiter, weil die Nachfrage auf hohem Niveau stagniert und die Kunden ihre Vorräte abbauen. Beides heißt aber nicht, jetzt auf eine Rezession setzen zu müssen. Gut möglich, dass die Kunden bald schon wieder mehr Grundstoffe bei BASF bestellen, wenn sie ihre angehäuften Vorräte abgebaut haben.

Auch bei Daimler geht die Erfolgsserie nur vermeintlich zu Ende. Richtig ist zwar, dass der operative Gewinn um 15 Prozent gegenüber dem starken Vorjahresquartal gesunken ist. Doch dafür zeigt nicht etwa eine schwächere Nachfrage verantwortlich. Im Gegenteil: Daimler verkaufte im dritten Quartal so viele Autos wie noch nie. Die Einführung neuer Modelle und höhere Materialkosten ließen jedoch die Kosten steigen - und schmälerten den Gewinn.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Ein Abschwung sieht anders aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Genau dem Gerede habe ich auch bei der Subprime-Krise geglaubt. Und siehe da: "Und sie bewegt sich doch!". Warten wir es ab. Wenn die Banken wackeln wird auch niemand mehr in Software investieren, weil schlichtweg der Kredit fehlt. Denn wie sollen Banken eine höhere Eigenkapitalquote in solch kurzer Zeit aufbauen? Da gibts nur 2 Optionen: Kapitalerhöhung, was die Aktionäre nicht mitmachen oder 2.) die Kreditvergabe einfrieren. Kennen wir das nicht schon? Japp, das kennen wir schon. Dieses mal fehlt uns aber das Geld um riesen Konjunkturprogramme zu starten. Wir sind dieses mal gezwungen in die Krise hinein zu sparen. Jetzt wirds ernst.

    • Danke für diesen Kommentar! Das Rezessions-Gefasel geht mir nämlich langsam tierisch auf die Nerven. Ich arbeite freiberuflich als SAP-Berater und muss derzeit eigentlich jede Woche ein interessantes Angebot ablehnen. Ich kann auch keine Kollegen mehr empfehlen, weil alle komplett ausgelastet sind. Irgendwie geht es gerade allen Branchen ziemlich gut. Rezession sieht anders aus.

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