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Kommentar Ohne Investitionen wird Toyota von der automobilen Revolution überrollt

Die Beteiligung an Uber hat einen einfachen Grund: Toyota muss aufpassen, den Anschluss bei Elektroautos und beim autonomen Fahren nicht zu verpassen.
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Toyota drängt immer stärker in Richtung der Ride-Sharing-Dienste. Quelle: Reuters
Uber-Fahrzeug der Marke Toyota

Toyota drängt immer stärker in Richtung der Ride-Sharing-Dienste.

(Foto: Reuters)

Erst der südostasiatische Marktführer Grab, nun der globale Riese UberToyota drängt immer stärker in Ride-Sharing-Dienste. Anfang der Woche kündigte Japans größter Autobauer an, mit einer Investition von 500 Millionen US-Dollar seine Kooperation mit dem amerikanischen Mobilitätspionier auszubauen.

Gemeinsam mit Uber will Toyota Technik für autonomes Fahren entwickeln und auch seine Datenplattform für Mobilitätsdienste testen. Unter anderem sollen Toyota-Minivans mit Roboter-Technologie von Uber und Fahrassistenztechnik der Japaner ausgestattet werden.

Für den profitabelsten Großserienhersteller der Welt ist die Investition von einer halben Milliarde zwar Kleingeld, aber es ist ein starkes Signal. Konzernchef Akio Toyoda will alle Anstrengungen unternehmen, von der automobilen Revolution nicht überrollt zu werden. Seit Jahren warnt Toyoda seine erfolgsverwöhnte Belegschaft, dass die Automobilindustrie durch Elektro- und Roboterautos vor einem Paradigmenwechsel stehe. Und dass auch Toyota, der weltweite Pionier in der Hybridtechnik, dabei untergehen könnte. 

Die Sorge ist nicht unberechtigt. Gleich ob bei Elektroautos oder beim autonomen Fahren, Schlagzeilen machen derzeit andere Unternehmen. Viele Konkurrenten lassen schon heute die Antriebe einiger Modelle ausschließlich aus Batterien speisen. Toyota setzt bisher ausschließlich auf Hybride.

Und bei Robotertaxidiensten wurde Toyota dieses Jahr gleich zweimal daheim düpiert. Erst testete Nissan gemeinsam mit der Online-Game-Plattform DeNA ein autonomes Taxi im Stadtverkehr. Anfang der Woche folgte ein Test des Roboterentwicklers ZMP und des Taxikonzerns Hinomaru – mit einem umgebauten Toyota. Der Autobauer Toyota hat außer interessanten Konzepten bisher nicht viel vorzuweisen.

Sicher, kaum ein Hersteller bietet sogar bei Kleinwagen so viele Fahrassistenten wie Toyota an. Aber selbst der jüngste Uber-Deal vermittelt nicht gerade den Eindruck, dass Toyota die Autowelt derzeit anführt. Erst 2021 sollen die Pilotprojekte mit Uber auf die Straße.

Aber Konzernlenker Toyoda ist fest entschlossen, das Unternehmen mit einem Feuerwerk an Initiativen an die Spitze der Bewegungen zu steuern. Das Toyota Research Institute soll künstliche Intelligenz für Autos und andere Lebensbereiche entwickeln. Elektroautos und innovative Feststoffbatterien sind in der Pipeline. Und nun greift Toyota mit seinem Engagement bei den modernen Mitfahrzentralen nach dem automobilen Mehrwert von morgen: den Fahrdaten.

Auch wenn man es heute auf der Straße vielleicht noch nicht so wahrnimmt: Mit Toyota ist auch bei Elektroautos und beim autonomen Fahren zu rechnen.

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