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Kongress #Neuland CO2-Neutralität: Daimler-Chef Ola Källenius nimmt auch Zulieferer in die Pflicht

Der Autokonzern setzt auf Nachhaltigkeit. Daimler-Konzernchef Ola Källenius spricht sich für einen schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien aus.
07.10.2020 - 17:44 Uhr Kommentieren
Daimler-Chef Ola Källenius nimmt Auto-Zulieferer in die Pflicht Quelle: Reuters
Ola Källenius

Der Daimler-Konzernchef fordert einen schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur.

(Foto: Reuters)

Duisburg Der Autobauer Daimler hat ehrgeizige Klimaziele. Vor einem Jahr verkündete Konzernchef Ola Källenius, dass bis 2039 die Mercedes-Flotte komplett CO2-neutral sein soll. Schon 2030 soll jedes zweite Auto elektrisch angetrieben werden – entweder als Plug-in-Hybrid oder als Batteriefahrzeug.

Das allein reicht Källenius offenbar aber nicht. Er sieht die Dekarbonisierung als ganzheitliche Aufgabe und nimmt dabei auch die Zulieferer in die Pflicht: „Wir werden unsere Lieferanten ermutigen und motivieren, dass das zugelieferte Teil CO2-neutral produziert wird“, sagte Källenius beim Kongress „#Neuland“ in Duisburg.

Die CO2-Bilanz der Lieferanten werde bei Daimler künftig ein Vergabekriterium für Aufträge sein – zunächst ein freiwilliges, mit der Zeit aber auch ein verpflichtendes, sagte Källenius. Das Ziel sei eine komplett CO2-neutrale Wertschöpfung. Rund 70 Prozent der Wertschöpfung bei Daimler-Fahrzeugen lägen bei den Lieferanten.

Ein CO2-neutral produziertes Auto ergibt für den schwedischen Konzernchef aber nur in Kombination mit einer echten Energiewende Sinn: „Der Strom, der getankt wird, muss auch CO2-neutral sein, erst dann wird ein Schuh daraus“, sagte Källenius beim Kongress. „Wir brauchen einen schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien oder anderen CO2-neutralen Energiequellen.“

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    Damit die Mobilitätswende gelingt, ist für Källenius ein Ausbau der Ladeinfrastruktur von immenser Bedeutung. Nicht nur in Deutschland, sondern von Nordschweden bis Süditalien, fordert der Daimler-Chef. Um die ambitionierten Dekarbonisierungsziele zu erreichen, müssten Industrie und Politik Hand in Hand arbeiten, um die Ladeinfrastruktur schnell auszubauen.

    Im vergangenen Jahr wurden in Europa 45.000 neue Ladestationen installiert, heißt es in einer McKinsey-Studie. In China jedoch wurden demnach im letzten Jahr 250.000 neue Ladestationen gebaut. Darüber hinaus will China in diesem Jahr umgerechnet 1,4 Milliarden Dollar in neue Ladestationen investieren.

    Der #Neuland-Kongress wird von der Rhein Ruhr City GmbH ausgerichtet. Die private Initiative, die unter anderem vom Sport- und Eventveranstalter Michael Mronz geführt wird, strebt eine Bewerbung der Metropolregion für die Olympischen Sommerspiele 2032 an. Wesentlicher Teil des Konzepts sind umfassende und digitale Infrastrukturprojekte.

    Mehr: Kommentar – Daimler sollte seine Fertigungstiefe überdenken

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