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Konkurrent von Thyssen-Krupp Datenleck bei französischem U-Boot-Bauer DCNS

Bei dem französischen Staatskonzern DCNS hat es offenbar ein größeres Datenleck gegeben. Interne Dokumente über das in Asien ausgelieferte U-Boot Scorpène wurden an Konzerne verschickt, auch eine Zeitung hatte Einblick.
Interne Dokumente über Bewaffnung, Navigation und Kommunikationssysteme der in Indien entwickelten U-Boot-Klasse sind durch ein Datenleck bekannt geworden. Quelle: AFP
Scorpène-U-Boot

Interne Dokumente über Bewaffnung, Navigation und Kommunikationssysteme der in Indien entwickelten U-Boot-Klasse sind durch ein Datenleck bekannt geworden.

(Foto: AFP)

SydneyDer französische Kriegsschiff- und U-Boot-Bauer DCNS ist offenbar Opfer eines großen Datenlecks geworden. Die australische Zeitung „The Australien“ berichtete am Mittwoch, Einsicht in 22.400 Seiten interner Dokumente über von DCNS gebaute U-Boote der Scorpène-Klasse erhalten zu haben. Darin soll es unter anderem um Waffen-, Kommunikations- und Navigationssysteme der für Indien entworfenen U-Boote gehen. Auch Malaysia und Chile haben Scorpène-U-Boot gekauft.

DCNS bestätigte den australischen Medienbericht indirekt: „Die nationalen Sicherheitsbehörden führen tiefgehende Ermittlungen über diese Angelegenheit.“ Die Ermittlungen würden ergeben, welche Dokumente genau entwendet worden seien, welchen Schaden das Datenleck angerichtet habe und wer dafür die Verantwortung trage.

Laut „The Australien“ wurden die Dokumente möglicherweise 2011 von einem früheren französischen Marineoffizier entwendet, der als Subunternehmer für DCNS arbeitete. Die Dokumente seien zunächst vermutlich an Firmen in Südostasien gelangt und dann an ein Unternehmen in Australien geschickt worden.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

(Foto: )
Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

(Foto: AFP)
Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

(Foto: Reuters)
Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

(Foto: dapd)
Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

(Foto: dapd)
Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

(Foto: ap)
Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

(Foto: dpa)

Das Datenleck sorgte in Australien für große Aufregung: Das Land hatte DCNS im April den Zuschlag für den Bau seiner neuen U-Boot-Flotte gegeben. Der französische Konzern setzte sich damit gegen seinen deutschen Konkurrenten Thyssen-Krupp durch.

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull versicherte am Mittwoch aber, das Datenleck betreffe nicht dieses Rüstungsprojekt. Die für Indien gebauten Scorpène-U-Boote seien „komplett“ verschieden von jenen der Barracuda-Klasse, die für Australien gefertigt würden. Die Waffensysteme der künftigen australischen U-Boote stammen zudem aus den USA.

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