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Konkurrenz für Apple und Google Bosch will bei Bordcomputern angreifen

Das Unbehagen in der Autoindustrie wächst: Die Hersteller fürchten eine zu starke Abhängigkeit von Apple und Google auf Bordcomputern. Bosch will daraus Kapital schlagen – und den Großen ein Bein stellen.
02.12.2015 - 18:33 Uhr
Ein Mitarbeiter von Bosch fährt in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird. Büroarbeit erledigen, während das Auto ganz von allein fährt: Das ist die Version der Zukunft. Quelle: dpa
Auto als neuer Lebensraum

Ein Mitarbeiter von Bosch fährt in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird. Büroarbeit erledigen, während das Auto ganz von allein fährt: Das ist die Version der Zukunft.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der Autozulieferer Bosch will aus dem wachsenden Unbehagen in der Autoindustrie über die Dominanz von Apple und Google auf Bordcomputern Kapital schlagen. „Wir wollen uns als die dritte Lösung im Markt etablieren“, sagte der Chef von Bosch Soft Tec, Torsten Mlasko, am Mittwoch in Stuttgart. Die Sorge der Autohersteller über die Abhängigkeit von Google Automotive Link und Apple Carplay als Instrumente, Smartphone-Apps auch beim Fahren nutzbar zu machen, sorge für Nachfrage nach einer solchen Alternative.

Die schon seit 2014 von Jaguar Land Rover eingesetzte Bosch-Software soll unter dem Namen „mySPIN“ im kommenden Jahr in China und Indien eingeführt werden. In China, wo Google wegen der Blockade durch die Regierung als Rivale wegfällt, hat Bosch den chinesischen Autobauer JAC sowie Changan Ford als Kunden gewonnen. Auch ein weiterer Autoproduzent aus Europa zähle zu den Neukunden, dürfe aber namentlich nicht genannt werden.

Die Furcht davor, von Google irgendwann als einzigem Anbieter von Navigationsdaten abhängig zu werden, hatte bereits die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler zur gemeinsamen Übernahme des Kartendienstes Nokia Here getrieben. Die Autokonzerne wollen den Internet-Konzern, der selbst ein autonomes Auto entwickelt, auf Distanz halten und die Hoheit über die im vernetzten Auto anfallenden Daten behalten. Dies sei mit dem Bosch-Programm gewährleistet, erklärte Mlasko. MySPIN verbinde Smartphones von Apple oder mit dem Betriebssystem Android mit dem Auto, so dass Apps genutzt werden können. Um den Fahrer nicht abzulenken, würden sie durch die Bosch-Software vereinfacht, auch seien manche Funktionen nur bei Stillstand des Fahrzeugs aktiv.

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