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Konkurrenz für Uber und Lyft Warum Tesla mehr sein will als ein Elektroauto-Hersteller

Die Produktionsprobleme scheinen überwunden, Tesla macht erstmals seit zwei Jahren wieder Gewinn. Nun zielt Elon Musk auf den nächsten Milliardenmarkt.
1 Kommentar
Tesla: Chef Elon Musk will Uber und Lyft herausfordern Quelle: Reuters
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Tesla-Chef Elon Musk will seine Autos zu selbstfahrenden Taxis machen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEin Visionär hält sich nicht lange mit den Erfolgen der Vergangenheit auf. Kurz nachdem er den ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren verkündet hatte, wendete sich Tesla-Chef Elon Musk darum direkt der Zukunft zu. Das größte Potenzial, erklärte der Elektropionier, stecke nicht im Verkauf von Autos, sondern im Ridesharing mit selbstfahrenden Autos.

In einer Zukunft, wie Musk sie entwirft, soll es nicht mehr darauf ankommen, wem das Auto gehört, sondern wer es nutzt. Per App können die selbstfahrenden Fahrzeuge bestellt werden, bezahlt wird pro Fahrt. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass der Markt für solche Mobilitätsleistungen bis zum Jahr 2030 auf zwei Billionen Dollar im Jahr wachsen wird. Zum Vergleich: Mit 80 Millionen verkauften Fahrzeugen erwirtschaften alle Autohersteller zusammen heute etwa 1,5 Billionen Dollar.

Von diesem riesigen Kuchen will auch Musk ein Stück haben. Er ist damit allerdings nicht alleine: Auch der Internetriese Google entwickelt seine selbstfahrenden Autos vor allem, um sich auch den Markt mit Mobilitätsdiensten zu sichern. Und auch Fahrdienste wie Uber, Lyft und Didi haben ihre Milliardenbewertung vor allem der Hoffnung zu verdanken, dass Mobilitätsdienstleistungen einst lukrativer sein werden als Autos zu bauen und zu verkaufen.

Im Vergleich mit diesen Konkurrenten scheinen die Mittel von Tesla begrenzt. Der Gewinn, den der Elektropionier im abgelaufenen Quartal vorgelegt hat, zeigt zwar, dass Tesla mit seinen Autos Geld verdienen kann. Doch die Kriegskasse von Tesla ist alles andere als prall gefüllt. Zumal Musk viel Geld braucht, um sein Produktionsnetzwerk global zu erweitern. Tesla plant unter anderem den Bau eines neuen Werks in China.

Die Konkurrenz kann sich dagegen komplett auf den Mobilitätsmarkt konzentrieren und bringt dafür viel Geld mit: Uber kokettierte zuletzt immer wieder mit einem Börsengang , der dem Mobilitätsdienst wohl mehr 100 Milliarden Dollar in die Kassen spülen dürfte. Google erwirtschaftete allein im vergangenen Jahr einen Gewinn von 25 Milliarden Dollar. Und auch die chinesischen Mobilitätsdienste schielen mit ihren Investoren auf den Weltmarkt.

Darüber hinaus verfügen die großen Mobilitätsdienste wie Uber und Lyft im Gegensatz zu Tesla bereits über ein weltweites Angebot mit hunderttausenden Fahrern. Doch Elon Musk glaubt, dass er einen entscheidenden Trumpf in der Hand hält.

„Tesla wird Millionen Autos auf den Straßen haben, die die Fähigkeit besitzen, vollständig autonom zu fahren – das hat niemand anders“, sagte Musk bei der Präsentation der Quartalszahlen. „Das wird ein großer Vorteil sein.“ Schon heute liefert Tesla seine Fahrzeuge mit Sensoren und Software aus, mit denen die Fahrzeuge teilweise eigenständig durch den Verkehr steuern können.

Die live im Straßenverkehr gesammelten Daten nutzt der Konzern, um seine selbstfahrenden Autos weiter zu verbessern. Die Konkurrenz wie Uber und Google setzen dagegen auf Testwagen – und musste zuletzt einige Rückschläge einstecken. Ein selbstfahrendes Auto von Uber war im März in einen tödlichen Unfall in Tempe, Arizona, verwickelt. Das Unternehmen hatte direkt danach alle Testfahrten gestoppt.

Tesla sieht sich im Wettlauf um das selbstfahrende Auto darum vorne. Sollte der Durchbruch gelingen, könne es schnell gehen, kündigte Musk an. Dann will Tesla mit einer Flotte selbstfahrender Autos in den Wettbewerb mit Uber einsteigen, die sich über eine App anfordern lassen. Einen konkreten Zeitpunkt für den Einstieg nannte Musk allerdings noch nicht. Doch dass er Visionen auch Realität werden lassen kann, hat er schließlich schon oft genug bewiesen.

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1 Kommentar zu "Konkurrenz für Uber und Lyft: Warum Tesla mehr sein will als ein Elektroauto-Hersteller"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "In einer Zukunft, wie Musk sie entwirft, soll es nicht mehr darauf ankommen, wem das Auto gehört, sondern wer es nutzt. Per App können die selbstfahrenden Fahrzeuge bestellt werden, bezahlt wird pro Fahrt."
    Was wäre die Welt ohne mutige Visionäre und Vorreiter? Ich bin überzeugt Elon Musk geht in die Geschichte ein mit seinen Unternehmungen. Allerdings in der kommenden Elektromobilität wird eine neue innovative Technologie den Ton angeben, von der Tesla noch keine Ahnung zu haben scheint. Mit der revolutionärsten Entdeckung für die Menscheit des 21.Jahrhunderts, der Energienutzung von Neutrino-Energy, würde es einen Neustart geben. Es strömen Billliarden Neutrinos Tag und Nacht weltweit, die wir seit neuestem Wissen (Physik Nobelpreis bereits 2015) in Energie wandeln können - für die mobile & dezentrale Haushaltsenergie und die vor allem auch die Elektromobilität bewegt. Mit einem ersten Kleinfahrzeug PI, das mit unendlicher Reichweite fahren kann, quasi aus der Luft Tanken würde, angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos, welche emissionsfreie Energie abgeben, kann ein Meilenstein gesetzt werden. Natürlich werden sich diese Fahrzeuge auch als Car Sharing Fahrzeuge im Stadtverkehr bestens eignen. Die Berliner Neutrino Energy Group bietet internationale Patente und Lizenzen - hier kann sicher auch Tesla Andocken.